Innovation allgemein

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Grundlagen und Allgemeines / Innovationen als Objekt ( das WAS) / nicht eindeutig Zuordenbares u.a.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
15
Ettlie, J.E.:
Managing Innovation.
New Technology, New Products, and New Services in a Global Economy.
Butterworth-Heinemann / Elsevier 2006
(englisch)
Inhalt: Das Buch ist eine Sammlung von zahlreichen Konzepten, Theorien und Fallbeispielen zum Thema Innovationen. Die Zusammenstellung ist in 3 Abschnitte gegliedert (Grundlagen, Prozesse und Kontext). Der gelungenen Strukturierung auf Kapitelebene steht eine irgendwie beliebige Zusammenstellung innerhalb der Kapitel gegenüber. Das ist schade, da die angesprochenen Themen sehr spannend sind. durch die wahllose Zusammenstellung ist auch keine richtige Diskussion möglich. Beispielsweise widmet sich das Kapitel 2 (Theories of Innovation) den Innovationstheorien. Theorien zu Risiko, Veränderung, Evolution, Diffusion, Forecasting, S-Kurve usw. werden vorgestellt und beschrieben.
Bewertung: Eine umfangreiche Darstellung zum Thema, sowohl in Breite auch in Tiefe. Was jedoch fehlt, sind die Diskussion und die Zusammenhänge. Dadurch bleibt es lediglich eine Sammlung.
Gesamtwert: 3
14
Davilla, T.; Epstein, M.J.; Shelton,R.:
Making Innovation Work
How to Manage it, Measure it, and Profit from it .
Wharton School Publishing 2006
(englisch)
Inhalt: Die Autoren berufen sich auf ihr Wissen und ihre Erfahrung aus zahlreichen Beratungsprojekten. Diese Erkenntnisse haben sie zu einem Set von ‚Dos' and ‚Don'ts' verdichtet. In zehn Kapiteln werden viele gute Ratschläge zur Innovationsstrategie, Organisation und Management von Innovationen gegeben.
Bewertung: Obwohl im Klappentext das Buch als ‚the first real solution' angepriesen wird, sollte man nicht in Euphorie verfallen. Es liegt ein typischer Ratgeber vor: Erst wird das Problem beschrieben - Unternehmen sind nicht innovativ genug und schaffen es nicht, Ideen in Wachstum zu transformieren. Dies gelingt hervorragend , es ist plausibel und überzeugend dargestellt und sicher in den meisten Fällen auch zutreffend. Dann wird ein neues System oder Modell vorgeschlagen – welches die Probleme selbstverständlich löst. Im Klappentext heisst es dazu: ‚It takes the mystery out of profitable growth'. Wie in den meisten Innovations-Ratgebern ist genau das der Schwachpunkt. Zu viele Selbstverständlichkeiten und Allgemeinheiten machen es zu Durchschnitt. Außer für absolute Innovations-Novizen gibt es nicht viel Neues. Kapitel 6 ('How to measure Innovation') ist Nonsense!
Gesamtwert: 3
13
Gerpott, T.J.:
Strategisches Technologie und Innovationsmanagement
2. Auflage .
Schäffer-Pöschel 2005
(deutsch)
Inhalt: Im Buch geht es um die ‚prinzipiellen betriebswirtschaftlichen Gestaltungsthemen des Technologie- und Innovationsmanagements mit eher langfristigen Charakter.' (S.13) Es wird eine Abgrenzung vom operativen hin zum strategischen mit der Betonung auf ‚proaktiv-planerisch, entscheidungsvorbereitender Fragen' angestrebt (S.13). Kapitel 2 erläutert Grundbegriffe und Zusammenhänge, im Kapitel 3 geht es um die Messung der Innovationstätigkeit, Kapitel 4 widmet sich der Umwelt- und Unternehmensanalyse und im letzten Kapitel geht es endlich und tatsächlich um strategische Fragen (von Technologiefeldern!).
Bewertung: Innovationen werden in dem Buch rein aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive her betrachtet und das zum größten Teil noch analytisch (also rückwärts gerichtet) – und nur in Randbereichen strategisch (also vorwärts gerichtet). Es werden weitestgehend Idealbilder skizziert – so als ob man mit einer Entscheidungsbaumanalye bspw. langfristig F&E Projekte auswählen kann. In der Praxis liegen weder alle Informationen vor (Eintrittswahrscheinlichkeit!) noch werden die Unsicherheiten und Unbekannten berücksichtigt. Als Student sollte man von dem Buch nicht zuviel erwarten. Innovationen haben immer etwas mit Erneuerung und mit Ungewissheit zu tun. Das fehlt in dem Buch komplett. Die reine Verwaltung von Innovationen in einem Portfolio ist jedoch zu wenig für die Verbesserung der Wettbewerbsposition eines Unternehmens.
Gesamtwert: 2
12
Roberts, E.B.(Edt.):
Innovation
Driving Product, Process and Market Change .
Jossey-Bass 2002
(englisch)
Inhalt: Das Buch ist eine Zusammenstellung von Artikeln, die im MIT Sloan Management Review erschienen sind. Es ist in drei Teile untergliedert: Innovating from the inside, Innovating with the outside and New dimensions for innovation.
Bewertung: Wie so oft bei Büchern, die editiert sind und Artikel mehrerer Autoren enthalten entsteht ein eher heterogenes Bild mit recht unterschiedlich guten Artikeln. Im Kapitel 7 schlägt Quinn vor Innovationen outzusourcen. Das ist natürlich absurd. Das beschriebene Beispiel von der inzwischen bankrotten Firma Enron macht das recht deutlich. Das beste Kapitel ist das letzte von R.Sutton: ‚Weired Ideas that spark Innovation'. Er stellt exzellente Ideen vor, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und nicht nur drüber zu reden.
Insgesamt durchschnittlich.
Gesamtwert: 3
11
Peters, T.:
The Circle of Innovation
You can't shrink your way to greatness.
Coronet Books 1997
(englisch)
Inhalt: Die Idee des Buches ist einfach. Es gibt 15 Themen (‚biggish ideas') die jede für sich eine Einheit bilden und zusammen den Kreis der Innovation. Ein Thema ist bspw. die Marke ('Tommy Hilfiger knows'). Nichts Ungewöhnliches hier im Gegensatz zu dem Kapitel über Dezentralisierung. Hier wird dargestellt, warum eine dezentrale Organisationsstruktur sinnvoll aber in der Anwendung recht schwierig durchzusetzen ist. Auf diese Art und Weise werden weitere Themen im Zusammenhang mit Innovation diskutiert. Interessant ist, dass Innovationen dabei nie richtig im Kern berührt werden, weder eine Definition, noch Konzepte oder Prozesse. Alles dreht sich um Innovations-Randthemen.
Bewertung: Ein recht ungewöhnliches und eigenwilliges Buch. Inhaltlich wirkt es fast wahllos zusammen gestellt. Spannende Themen und belanglose Themen wechseln sich ab. Das ganze Buch ist eine Aufforderung zur Innovation. Darin ist es auch sehr gut, obwohl die Erklärungen, Zitate und Beispiele sehr anekdotisch zusammengestellt sind. Wer sowas mag, wird begeistert sein, fundierte Erkenntnisse sollte man jedoch nicht erwarten. Die Darstellung ist schrill und ungewöhlich.
Gesamtwert: 3
10
Goffin, K.; Herstatt,C.; Mitchell, R.:
Innovationsmanagement
Strategien und effektive Umsetzung von Innovationsprozessen mit dem Pentathlon-Prinzip.
Finanzbuchverlag 2009
(deutsch)
Inhalt: Mit den ca. 600 Seiten liegt ein recht umfangreiches Werk vor. In 10 Kapiteln werden verschiedene Aspekte des Innovationsmanagement untersucht. Fallstudien sollen den Bezug zur Praxis herstellen.
Bewertung: Eine umfangreiche Darstellung zum Thema Innovation. Viele Methoden werden erläutert und im Zusammenhang dargestellt. Innovation ist keine eindimensionale Veranstaltung sondern ein zusammenhängender, vielschichtiger und komplexer Prozess. Gewünscht hätte ich mir öfter eine stärkere Bewertung statt bloßer Auflistung verschiedener Möglichkeiten (z.B. die Methoden zur Bewertung von Innovationen im Kap.6).
Auch wenn das Pentathlon-Prinzip nicht überzeugt ist es ein sehr nützliches und wertvolles Buch. Sehr zu empfehlen für Praktiker.
Gesamtwert: 4
9
Christensen, C.M.; Raynor.M.E.:
The Innovator's Solution Creating and Sustaining Successful Growth
Harvard Business School Press 2003
(englisch)
Inhalt: Warum tun sich große Unternehmen so schwer mit disruptiven Innovationen? Das ist die zentrale Frage des Buches und die Autoren versuchen anhand von neun Teilfragen eine Lösung zu finden. Es baut sehr stark (zu stark) auf The Innovator's Dilemma auf.
Bewertung: Anders als der Titel verspricht, liefert das Buch jedoch nicht DIE Lösung, eher sind es viele Denkanstösse und Überlegungen. Eine Lösung kann es nur individuell für jede Situation geben. Sehr gut sind die Beispiele von Unternehmen (Sony, IBM etc.). Der Schwachpunkt des Buches sind die Verallgemeinerungen. Beobachtete Phänomene werden schnell als allgemeingültig dargestellt. Das wirkt anektodisch und dadurch sinkt die Überzeugeungskraft entscheidend. Beispiel: 'Senior managers typically hire market research to quantify the size of opportunities rather than to understand the customer.' (S.89)
Gesamtwert: 3
8
Vahs, D.; Burmester.R.:
Innovationsmanagement von der Produktidee zur erfolgreichen Vermarktung
Schäffer-Pöschel 2005 3.Auflage
(deutsch)
Inhalt: Das Buch behandelt die gesellschaftliche Bedeutung von Innovationen, die Grundlagen des Innovationsmanagements, Innovationsstrategien, Organisation, Kultur und vor allem die Innovationsprozesse. Auffällig ist der strenge Lehrbuchcharakter.
Bewertung: Ein guter Eintstieg ins Thema. Es bleibt jedoch ein fader Beigeschmack, da nur Idealfälle beschrieben werden. Damit bleibt es leider nur ein typisches Lehrbuch, bei dem es darauf ankommt, dass man die Begrifflichkeiten 'Erläutern Sie die Dimensionen des Innovationserfolges!' (S.392) des Idealfalls kennt. Das sich Innovationen selten lehrbuch-mäßig realisieren lassen, sondern jede Menge Probleme hervorrufen, bleibt im ganzen Buch unerwähnt. Dadurch wirkt es etwas naiv.
Gesamtwert: 3
7
Fagerberg, J.; Mowery, D.C.; Nelson, R.R.:
The Oxford Handbook of Innovation.
Oxford University Press 2005
(englisch)
Inhalt: Das Handbuch ist eine Sammlung von Aufsätzen, die die drei Editoren in 22 Kapiteln auf vier Abschnitte verteilen:
1. Entstehung von Innovationen (‚Innovation in the making’)
2. Der Versuch der Systematisierung (‚The systemic Nature of Innovation’)
3. Die Verschiedenartigkeit von Innovationen (‚How Innovation Differs’)
4. Ökonomische Auswirkungen von Innovationen (‚Innovation and Economic Per-formance’)
Bewertung: Es ist tatsächlich ein Handbuch. Ein breites Themenspektrum wird verarbeitet und zum Teil recht ausführlich. Empfehlenswert!
Gesamtwert: 4
6
Strebel, H.(Hg.):
Innovations-und Technologie-Management
2. Auflage
facultas wuv UTB 2007
(deutsch)
Inhalt:Das Buch gibt einen guten Überblick zum Thema 'Innovations- und Technologiemanagement'. Positiv fallen die gelungene Struktur (Grundlagen, Modelle, Systeme, Strategie, Projekte, Kreativität, Entwicklung und Netzwerke), die verständliche Darstellung und die durchweg guten Abbildungen auf. Wichtige Konzepte, Theorien und Modelle werden sehr gut erklärt (bspw. S-Kurvenmodell).
Bewertung: Da das Buch Lehrbuchcharakter hat, ist wenig Neues zu erwarten. Dafür ist der aktuelle Stand gut dargestellt, jedoch fehlen neuere Konzepte und Ansätze. Die Erwähnung von 'Open Innovation' im Kapitel 8 hätte sich beispielsweise angeboten oder 'Lean Innovation', 'Lead user' usw. Dennoch sehr empfehlenswert!
Gesamtwert: 4
5
Tidd, J.; Bessant, J.; Pavitt, K.:
Managing Innovation.
Integrating Technological, Market and Organizational Change.
2. Auflage
John Wiley&Son 2001
(englisch)
Inhalt: Das Buch behandelt eine Menge Aspekte des Innovationmanagements. Obwohl Kapitel 1 die Kernprobleme vom erfolgreichen Innovationsmanagement beschreibt, vermitteln die anderen 12 Kapitel den Eindruck der Einfachheit.
Bewertung: Obwohl es einige Highlights hat, ist das Buch eine Enttäuschung. Zum Teil banal, zum Teil veraltet (Kap. 7 ), zum Teil sogar falsch (Bspw. S.89) hat es fast Kochbuch-Charakter. Als 'text for MBA and MSc' (Cover) halte ich es für ungeeignet.
Gesamtwert: 3
4
George, M.L.; Works, J.;Watson-Hemphill, K.:
Fast Innovation: Achieving Superior Differentiation, Speed to Market, and Increased Profitability
McGraw-Hill 2005
(englisch)
Inhalt: Das Buch versucht zu erklären, wie man schneller - um bis zu 80% - zu Innovationen kommt. Der erste Teil ist recht allgemein, der zweite Teil beschreibt die Innovationsmaschine.
Bewertung: Ein typische amerikanisches Management Buch. Es wird viel versprochen aber mehr als banale Hinweise gibt es dann nicht. Auch wenn man das System 'Innovation Engine' nennt, wird es nicht besser oder schneller. Auch sich nur auf die besten 20% der Innovationen zu konzentrieren ist naiv.
Gesamtwert: 1
3
Chesbrough, Henry W.:
Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology
McGraw-Hill 2006
(englisch)
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend.
Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets.
Gesamtwert: 2
2
Braun-Thürmann, H.:
Innovation
Transcript Verlag 2005
(deutsch)
Inhalt: Innovationen werden überwiegend aus Unternehmensperspektive mit Produkten und Prozessen in Verbindung gebracht. Sie als Phänomene des Gesellschafts-wandels darzustellen, eröffnet ganz neue Dimensionen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf der 'Soziologie der Innovation' - ohne jedoch die anderen Blickwinkel zu vernachlässigen.
Bewertung: Geniale Skizze von Innovation im Gesamt-zusammenhang
Gesamtwert: 4
1
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail
McGraw-Hill 1997
(englisch)

Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4

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Innovation Review

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Innovation-Review

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Bücher

... sind etwas Geniales! Sie speichern Informationen und Wissen. Mit dem Kauf eines Buches signalisiert man zwar Interesse am Thema, der Inhalt erschliesst sich jedoch erst beim Lesen. Das erfordert Zeit - jede Menge Zeit sogar. Manchmal reicht vielleicht die Zusammenfassung ...

Innovationen

... sind wieder sexy. Wettbewerbsvorsprung durch Fortschritt und echte Innovationen sind populärer denn je. Es ist schon viel darüber geschrieben worden, ohne jedoch das Phänomen ‚Innovation' vollständig in seiner ganzen Vielfalt erfasst, geschweige denn verstanden zu haben.

     
  Innovation-Review stellt Bücher zum Thema Innovation vor.
Jedes der hier dargestellten Bücher wurde sorgfältig gelesen bzw. studiert,
der Inhalt zusammengefasst und im Vergleich zu anderen Beiträgen bewertet.
 

Neuestes Review:


Thema: Management von Innovationen  
Autoren: Tidd,J.; Bessant, J.
Titel: Managing Innovation. Integrating Technological, Market and Organizational Change..
Verlag: John Wiley & Son 2009; Auflage: 4
Sprache: englisch
Inhalt: Die vierte Auflage ist ein Qunatensprung zur 2.Auflage – sowohl im Spektrum der dargelegten Themen als auch im Tiefgang. Der Inhalt gliedert sich in 6 Abschnitte und orientiert sich wohl an der von Schumpeter vorgeschlagenen Einteilung: Managing Innovation, Context, Search, Select, Implement, Capture. Die letzten vier Kapitel bilden das von den Autoren verfolgte einfache Modell ab.
Bewertung: Eine Fülle von Konzepten werden angesprochen und die Liste der Beispiele und Referenzen ist atemraubend. Die Kernfrage, die im Kapitel 1 gestellt wird, ob man Innovationen managen kann, bleibt letztlich zwar unbeantwortet, aber der Weg ist das Ziel. Wer die 622 Seiten liest, wird ohne Zweifel eine Menge über Innovationen lernen und darüber, wie man sie fördert und im Unternehmen integriert.Ein beeindruckendes Werk, aktuell und umfangreich, sachlich aber nicht langweilig. Allen Innovatoren aber auch Managern sehr zu empfehlen, als Lehrbuch und Referenz.
Gesamtwert: 5 (von max. 5)

Aktuelles Innovation-Roulette
Eine entscheidende Aufgabe im Rahmen des Innovationsmanagement ist die Auswahl der richtigen Innovationsprojekte. Der Normalfall sieht so aus, dass eine hohe Anzahl von Projektvorschlägen um knapp bemessene Budgets im Wettbewerb stehen. In der Regel lassen sich Innovationsmanager dazu verleiten, genau die Projekte auszuwählen, die einen schnellen Impakt versprechen, überschaubar sind, kaum ein Risiko bedeuten und leicht umzusetzen sind. Die Perspektive verengt sich von Runde zu Runde und es ist abzusehen, dass über kurz oder lang das Innovationsmanagement zum reinen Verbesserungsmanagement verkommt.Um diese Betriebsblindheit gezielt – zumindest teilweise – zu umgehen, kann der Zufall helfen. Inwiefern? Nun, aus einer Anzahl potentieller Projekte werden statt der offensichtlich erscheinenden Projekte, Projekte nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Ganz nach dem Prinzip der Evolution. Der Vorteil vom Zufall? Er ist neutral, weder nachtragend noch politisch geprägt. Und er ist rasend schnell. Statt der üblichen ‚Paralyse durch Analyse' kommt es zu raschen Entscheidungen – und zu ganz neuen Perspektiven.

Das Konzept ‚Innovation-Roulette' ist auf www.innovation-roulette.de im Detail dargestellt.
Ein Interview dazu gibt es auf www.brand1.de .

Auswahl und Bewertung Das Thema Innovation ist vielschichtig und durch Unübersichtlichkeit geprägt. Die Anzahl der Veröffentlichungen ist zwar enorm, aber das Phänomen Innovation ist weder verstanden noch in solchem Maße erklärbar, dass Prognosen über bevorstehende Innovationen mehr als Spekulationen wären. Der Fülle und Unübersichtlichkeit des Themas stehen begrenzte Lese-Kapazitäten gegenüber.

Die Auswahl der Bücher basiert auf Erfahrung, Neugierde und Bauchgefühl. Das reicht aus, letztlich kann man erst urteilen, wenn man gelesen hat.

Die Kernfrage lautet: Welchen Beitrag leistet das Buch oder der Aufsatz, um das Thema Innovation besser erklären, verstehen und vorantreiben zu können. Die Beurteilung erfolgt nach 5 Kriterien: Darstellung, Struktur, Verständlichkeit, Neuartigkeit, und Überzeugung. Diese ergeben einen Gesamtwert zwischen 1 und 5 (1 - niedrigster Wert ... 5 - höchster Wert).

Anzahl bisher reviewter und dargestellter Bücher: 86

Konzepte In der Literatur findet man interessante Konzepte und Theorien zum Thema Innovation. Beispielsweise:

  • Lean Innovation
  • Open Innovation
  • Innovation Diffusion etc.

Wichtige Konzepte werden später im Abschnitt Konzepte diskutiert.

Gliederung 'Innovation'

  • Innovation allgemein
  • Theorien und Konzepte
  • Märkte und Industrien
  • Organisationen und Entrepreneurship
  • Innovationsprozesse
  • Technologiemanagement
  • Innovationspraxis

Zitate "Innovation is hard to schedule." (Dan Fylstra)

"Innovation has nothing to do with how many R&D dollars you have…It's not about money. It's about the people you have, how you're led, and how much you get it." (Steve Jobs)

"Am Anfang steht der Zweifel. Der Zweifel ist der Beginn der Wissenschaft. Wer nichts anzweifelt, prüft nichts. Wer nichts prüft, entdeckt nichts. Wer nichts entdeckt, ist blind und bleibt blind." (Teilhard de Chardin)

Das Buch Eine Kurzeinschätzung und die Gesamtbewertung wird pro studiertem Buch online dargestellt.
Eine Zusammenfassung des gesamten Inhaltes und die detaillierte Bewertung der bedeutendsten und spannendsten Innovationsbücher erscheint - voraussichtlich Ende 2009 - in einem Band.

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Bücher-Review

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Innovation-Review

... stellt hier bereits studierte Bücher in einem Kurz-Review vor. Das Kurz-Review basiert auf dem sorgfältigen Studium des Buches und einem erstelltem ausführlichem Porträt. Die Lang-Version des Reviews (inklusive Zusammenfassung, Diskussion und Bewertung) ist im Buch 'Innovation-Review' enthalten.
Das Thema Innovationen wird in die nachfolgend beschriebenen 6 Kategorien gegliedert und jedes der vorgestellten Bücher ist einer Kategorie zugeordnet. Die Zuordnung richtet sich nach dem inhaltlichen Schwerpunkt des Buches.

Innovation allgemein • Grundlagen und Allgemeines
• Innovationen als Objekt ( das WAS)
• nicht eindeutig Zuordenbares
... mehr

Organisation & Entrepreneuship • Mikroökonomische Perspektive
• Innovationen im Unternehmen und Herausforderungen
• Gelebtes Innovationsmanagement
... mehr

Theorien & Konzepte • Theoretische Erklärungen
• Konzeptvorschläge
• Forschungen und Forschungsergebnisse
... mehr

Technologiemanagement • Technologie-getriebene Überlegungen
• Technologiestrategien
• Grundlagen versus Anwendungsorientierter Forschung
... mehr

Märkte & Industrien • Makroökonomische Perspektiven und Überlegungen
• Industriespezifische Untersuchungen
• Markt-getriebene Innovationen
... mehr

Innovationspraxis • Beispiele aus Unternehmen und der Industrie
• Best-Practices und Fallbeispiele
• Anwendung von Konzepten und Umsetzung
... mehr

Innovationsprozesse • Planung und Ablauf
• Prozessverbesserung
• Das WIE vom Innovationsmanagement
... mehr

 
   
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Geplante Reviews

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Interessante Bücher

... zum Thema Innovation gibt es reichlich. Hier ist eine Auswahl von Büchern, von denen ich glaube, dass es sich lohnt zu lesen und die ich in nächster Zeit lesen werde.

Autor - Titel - Verlag Erwartung Link
10
Trott, P.:
Innovationsmanagement and New Product Development : Eine strategische Perspektive
Deutscher Universitäts-Verlag 2008
(englisch)
Inhalt: Neugierig über die Verbindung zwischen Innovation und Produktentwicklung
Bewertung:
Gesamtwert:
9
Scigliano, D.:
Das Management radikaler Innovationen: Eine strategische Perspektive
Deutscher Universitäts-Verlag 2003
(deutsch)
Inhalt: Radikale Innovationen sind ein Phänomen. Es würde mich wundern, wenn es hier einen Blue Print gibt
Bewertung:
Gesamtwert:
8
Napier, N.K.; Nilsson, M.:
The Creative Discipline: Mastering the Art and Science of Innovation
Praeger Frederick a 2008
(englisch)
Inhalt: Ich hoffe, etwas mehr als das lineare Modell (Science->Technology) zu finden
Bewertung:
Gesamtwert:
7
Katz, R.:
The Human Side of Managing Technological Innovation : A Collection of Readings.
Oxford University Pressl 2004
(englisch)
Inhalt: Der Mensch im Mittelpunkt der Innovation ...
Bewertung:
Gesamtwert:
6
Hage, J.; Meeus, M.:
Innovation, Science, and Institutional Change: A Research Handbook
Oxford University Press 2006
(englisch)
Inhalt: pure Neugier
Bewertung:
Gesamtwert:
5

Burgelmann, R.A.; Christensen, C.M.; Wheelwright, S.C. :
Strategic Managing of Technology and Innovationen: Fourth Edition
McGrawHill 2004
(englisch)

Inhalt: Sieht aus wie eine Bibel
Bewertung:
Gesamtwert:
4
Evans, N.D:
Business Innovation and Disruptive Technology
Harnessing the Power of Breakthrough technology
Pearson Education 2003
(englisch)

Inhalt: Spannender Titel
Bewertung:
Gesamtwert:

 

3
Stokes, D.E.:
Pasteur's Quadrant
Basic Science and Technological Innovation..
Brookings Institution Press 1997
(englisch)

Inhalt: Zusammenhänge zwischen Grundlagenforschung und Innovationen. Vielleicht gibt es was zu lernen.
Bewertung:
Gesamtwert:

 

2
Anthony, S.D.;Johnson, M.W.; Sinfield, J.V.; Altman, E.J.:
The Innovator's Guide to Growth .
Putting Disruptive Innovation to Work.
Harward Business Press 2008
(englisch)

Inhalt: Der Umgang mit disruptiven Innovationen ist Pflichtlektüre
Bewertung:
Gesamtwert:

 

1

Lindsay, J.; Perkins, C.; Karanjikar, M. :
Conquering Innovation Fatigue.
Overcoming the Barriers to Personal and Corporate Success.
John Wiley & Son 2009
(englisch)

Inhalt: ... wer möchte nicht wissen, wie man noch erfolgreicher wird?
Bewertung:
Gesamtwert:

 

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Der Inno-Index

... listet die besten Bücher entsprechend der Bewertung.
Nochmal zur Erinnerung: Es spielt keine Rolle, ob ein Buch ein Bestseller ist oder war. Verkaufserfolg sagt wenig über Inhalt, Qualität oder den Beitrag zur Weiterentwicklung aus. Massgebend ist allein das Reviewergebnis.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
11
Jewkes, J.; Sawers, D.; Stillerman, R.:
The Sources of Invention:
2nd Edition.
Norton 1969
(englisch)
Inhalt: Die Autoren untersuchen in dem Aufsatz die Gründe und Konsequenzen von industriellen Innovationen. 61 Erfindungen werden beschrieben und analysiert. Die Ergebnisse und die Ableitungen sind in der Tat verblüffend. Die Rolle des individuellen Erfinders wird gewürdigt, jedoch prognostiziert, dass institutionelle R&D Organisationen in Zukunft (also heute) systematisch erfinden werden. Die Erfindungstätigkeit wird nachlassen - so die Autoren.
Bewertung: Die zweite Auflage des Buches ist von 1969! Das ist erstaunlich, da die Erkenntnisse z.T. hoch aktuell sind und einige der modernen Innovationsmanagement Kochbücher in den Schatten stellen. Ein MUSS für alle Innovations-Fans und ernsthaft Interessierte!
Gesamtwert: 5
10
Ormerod, P.:
Why Most Things Fail:
Evolution, Extinction & Economics.
Pantheon Books 2005
(englisch)
Inhalt: Das Grundprinzip der Ökonomie geht von einem Gleichgewichtszustand zwischen Angebot und Nachfrage und dem sich daraus ableitenden Preis aus. Es basiert auf den aus der Physik und den 'exakten' Wissenschaften bekannten analytischen Instrumenten und mathematischen Werkzeugen. Der Autor legt sehr überzeugend dar, dass dieser Ansatz in einer sich permanent ändernden Welt ungeeignet ist (Finanzkrise!). Veränderungen sind in den herkömmlichen Gleichgewichtsmodellen ebenso wenig vorgesehen wie menschliche und technische Fehler.
Bewertung: Eine gelungene Kritik an der modell-versessenen und empirie-lastigen Wirtschaftslehre. Ormerod begeistert durch viele gute Beispiele, Zitate und weiterführende Literaturhinweise ebenso wie durch klare Formulierungen und einen flüssigen Stil. Sehr empfehlenswert für alle, die Interesse an Wirtschaft haben und skeptisch gegenüber den komfortablen Wirtschaftstheorien sind.
Gesamtwert: 5
9
Day, G.S.; Shoemaker , P.J.H. :
Wharton on Emerging Technologies :
John Wiley & Sons 2004s
(englisch)
Inhalt: Sich neu entwickelnde Technologien (emerging technologies) unterscheiden sich durch den hohen Grad an Unsicherheit von bestehenden Technologien. Unklare Kundenwünsche, unbestimmte marktpotentiale, die Trägheit bestehender Organisationen aber auch die technologische Unausgereiftheit zwingen Manager zu Entscheidungen mit nur sehr wenig verfügbaren Informationen. Die Autren stellen sich dieser Herausforderung. Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert: Bewertung von technologien, Märkte für neue Technologien, Strategieentwicklung, Investitionen und die Anforderungen an die Organisation.
Bewertung: Mit den Ausführungen treffen die Autoren den Kern des Paradoxons von Umbruchtechnologien. Ausgezeichnet und in der Gestaltung, Struktur und Überzeugung sehr empfehlenswert.
Gesamtwert: 5
8
Leifer, R.; McDermott, C.M.; O'Conner, G.C.; Peters, L.S.; Rice, M.; Veryzer, R.W. :
Radical Innovation:
How mature Companies can outsmart Upstarts.
Harvard Business School Press 2000
(englisch)
Inhalt: Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat das Autoren-Team zwölf Projekte radikaler Innovationen in 10 Unternehmen begleitet. In dem Buch wird über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in den Organisationen berichtet aber auch von der Bedeutung der radikalen Innovationen für den wirtschaftlichen Erfolg. Inkrementelle Innovationen im Gegensatz stellen keinen Wettbewerbsvorteil dar. Große Unternehmen im Besonderen werden in sich einem verändernden Wettbewerbsumfeld häufig von neu gegründeten Unternehmen attakiert und können dem wenig entgegensetzen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Buches ist, dass radikale Innovationen im Wesentlichen von individueller Initiative abhängig ist und es relativ wenig zu systematisieren gibt (S. 157) Für Großunternehmen bedeutet das in erster Linie, Innovationen nicht als eine Management-Routine zu verstehen sondern innovative Freigeister zu kultivieren.
Bewertung: Das Buch ist eine Überraschung, da üblicherweise solche ‚How to…' Untertitel als Ratgeber mit fünf Punkte Plan enden (wobei ein Punkt dann in etwa beinhaltet ‚Die Innovationskultur muss verbessert werden'). Hier geht es zur Sache! Innovation Manager von Großunternehmen, die sich wundern, wieso nur inkrementelle Innovationen entstehen, sollten das Buch lesen.
Gesamtwert: 5
7
Scholl.W.:
Innovation und Information : Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird.
Hogrefe 2004
(deutsch)
Inhalt: ‚Wie entstehen Innovationen in Organisationen?' ist das Thema des Buches. Nun ist es ja nicht so, dass es nicht schon eine umfangreiche Literatur zu dem Thema gibt. Dieses Buch ist jedoch einzigartig insofern, als auf der Basis einer umfangreichen Analyse von ca. 42 Innovationsprojekten (erfolgreich und nicht erfolgreich) untersucht wird, wie Innovationen tatsächlich ablaufen. Vom Innovationsparadox bis zur Innovationstheorie.
Bewertung: Ein sehr gelungenes Buch. Anhand von 42 Innovationsfälle wird analysiert, wie Innovationen tatsächlich funktionieren. Die Realität unterscheidet sich erheblich von den Bilderbuch-Innovationsprozessen und ist charakterisiert von Informationspathologien in der Organisation beim Vorantreiben des Innovationsprojektes. Es wird dargelegt, wie wenig systematisch es oft zu Entscheidungen im Ablauf kommt und das sich Innovationen evolutionär und teilweise nicht vorhersehbar entwickeln und durch Planung allein nicht beherrschbarer werden. Eines der besten deutschsprachigen Bücher zum Thema.
Gesamtwert: 5
6
Geus, A.d.:
The Living Company
Habits for Survival in a Business Environment.
Harvard Business School Press 2002
(english)
Inhalt: Mit viel Enthusiasmus setzt sich der Autor für eine neue Unternehmenskultur ein. Wissen und Lernen spielt in der neuen Organisation eine wesentlich größere Rolle als bisher. Er unterstreicht die Bedeutung von Foresight für das Überleben von Unternehmen.
Bewertung: Eine heftige Kritik am bestehenden Selbstverständnis von Unternehmen und der Selbstgefälligkeit des Managements. Besonders Kapitel 6 „Managing for Profit or for Longevity“ erscheint nach der Finanzkrise wieder hoch aktuell. Sehr gut geschrieben, viele interessante Geschichten runden den sowieso spannenden Inhalt ab. Ohne Frage eines der besseren, visionäreren und aussagekräftigeren Büchern. Ob es jedoch ‚One of the ten best books' (Business week, auf dem Buchrücken) mag jeder für sich entscheiden.
Gesamtwert: 5
5
Rogers, Everett M.:
Diffusion of Innovation.
Free Press 2003
Fifth Edition
(englisch)
Inhalt: Wie entstehen und verbreiten sich Innovationen? Das Buch geht der Frage nach und behandelt dabei sowohl die Entstehung von Innovationen, die wissenschaftlichen Grundlagen und historische Entwicklung als auch sehr viele Innovations-Beispiel aus zahlreichen Bereichen der Gesellschaft.
Bewertung: Seht gutes Buch - tiefgründig und umfassend.
"The diffusion of innovations is a social process, even more than a technical matter."
Gesamtwert: 5
4
Worthington, I.; Britton, C.:
The Business Environment
FT Prentice Hall 2006
(englisch)
Inhalt: In fünf Abschnitten wird das Geschäftsumfeld eines Unternehmens analysiert: Von 'Woraus besteht das Geschäftsumfeld' bis zu Fallbeispielen, Märkten, der Firma und dem Macroumfeld reicht das Feld der Betrachtung.
Bewertung: Eine sehr gute Darstellung! Systematisch, klar gegliedert, verständlich erklärt. Das Buch ist eine Referenz für alle, die das Umfeld ihres Unternehmens besser verstehen wollen. Und es besser zu verstehen schützt vor Überraschungen!
Gesamtwert: 5
3
Utterback, James M.:
Mastering the Dynamics of Innovation.
Harvard Business Press 1994
(englisch)
Inhalt: Das Buch beschreibt Innovationen als eine dynamische Verbindung zwischen Markt, der Firma und dem Produkt. Damit unterscheidet es sich entscheidend von vielen anderen Aufsätzen, die Innovation als linearen Vorgang beschreiben
Bewertung: Exzellent! Das Konzept vom dominanten Design wird recht überzeugend am Beispiel der Schreibmaschinen-Tastatur, der Glühbirne, der Fotografie u.a. dargestellt. Ebenso der Zusammenhang zwischen Produkt - und Prozess-Innovationen.
Vermutlich inspirierte das Buch Christensen zum 'Innovatores Dilemma'
Gesamtwert: 5
2
Beinhocker, E.D.:
Die Entstehung des Wohlstands.
Wie Evolution die Wirtschaft antreibt..
MI-Fachverlag 2007
(deutsch)
Inhalt: 'Wie funktioniert Wirtschaft ?' Das ist die große Frage, der der Autor nachgeht. Sehr überzeugend wird die Rolle der Evolution dargelegt. Modell-basierte Erklärungsversuche mit rational handelnden Akteuren sind für rein normative Erklärungsversuche ausreichend. Die Entwicklung der Wirtschaft und die Entstehung des Wohlstandes, weder rückwirkend noch vorausschauend, können sie nicht erklären. Fast beiläufig werden interessante Konzepte zur Erklärung einbezogen (Spieltheorie, Chaostheorie u.w.)
Bewertung: Ein kluges, gut recherchiertes und qualitativ ausgezeichnetes Buch. Es ist gut zu lesen, spannend und unterhaltsam geschrieben, trotz des anspruchsvollen Inhaltes.
Ein brillantes Wirtschaftsbuch..
Gesamtwert: 5
1
Morris, L.:
Permanent Innovation
The Definite Guide to the Principles, Strategies, and Methods of Successful Innovators.
Innovation Academy 2006
(english)
Inhalt: Ein Innovations-Ratgeber der Extraklasse. Der Text ist in vier Teile gegliedert: Grundlagen, Methode für permanente Innovationen, Kultur und Infrastruktur und Aktionsplan. Kern des Buches ist das Dilemma: “The concept of permanence implies stability and the absence of change, while the concept of innovation implies constancy of change and novelty.” (S. 1)
Bewertung: Ein außergewöhnliches Buch. In der Erwartung einen weiteren der üblichen Innovations-Ratgeber in der Hand zu halten, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Man merkt sofort, dass der Autor sehr erfahren ist und sehr viel zum Thema zu sagen hat. ‚Permanent Innovation' bezieht sich auf das Bestreben, kontinuierlich mit Innovationen das Wachstum des Unternehmens voran zu treiben. Innovationen sind eine ständige Herausforderung für Unternehmen und Morris zeigt eindrucksvoll, dass viele Firmen eher innovationsfeindlich agieren. Ein Ratgeber mit vielen Erkenntnissen.
Gesamtwert: 5

 

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Auswahl & Bewertung

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Die Vorbedingung für alles wirkliche Wissen ist ein präzises Unterscheidungsvermögen für die Grenze zwischen dem, was man wirklich weiß, und dem, was man bloß meint.
Konfuzius, Gespräche Lunyü

 

Auswahl

Das Thema Innovation ist vielschichtig und durch Unübersichtlichkeit geprägt. Die Anzahl der Veröffentlichungen ist zwar enorm, aber das Phänomen Innovation ist weder verstanden noch in solchem Maße erklärbar, dass Prognosen über bevorstehende Innovationen mehr als Spekulationen wären. Die Fülle und Unübersichtlichkeit des Themas stehen einer begrenzten Lese-Kapazitäten gegenüber. Eine sorgfältige Auswahl ist demzufolge unerlässlich.

Die Auswahl der Bücher basiert auf Erfahrung, Neugierde und Bauchgefühl. Das Gespür war recht zuverlässig bis jetzt, letztlich kann man jedoch ein Buch erst beurteilen, wenn man gelesen hat.

Bewertung

Die Kernfrage lautet: Welchen Beitrag leistet das Buch oder der Aufsatz, um das Thema Innovation besser erklären, verstehen und vorantreiben zu können. Die Beurteilung erfolgt nach 5 Kriterien: Darstellung, Struktur, Verständlichkeit, Neuartigkeit, und Überzeugung. Diese ergeben einen Gesamtwert zwischen 1 und 5 (1 - niedrigster Wert ... 5 - höchster Wert).

Darstellung:

Wie sind die Informationen aufbereitet? Wird der Text durch Abbildungen, Zeichnungen und Grafiken unterstützt?

Struktur:

Gibt es einen roten Faden oder ist das Buch mehr ein Berg zusammenhangloser Thesen?

Verständlichkeit:

Wurde das Buch für den Leser geschrieben oder für den Autor? Ein Thema wird nicht durch komplizierte Sätze spannender oder verständlicher.

Neuartigkeit:

Gibt es neue Aspekte oder ist es lediglich eine Darstellung bekannter Theorien?

Überzeugung:

Vor allem neue Konzepte sind häufig Diskussionsbeiträge ohne vollständigen (wissenschaftlichen) Beweis. Umso wichtiger ist die überzeugende, argumentative Darlegung.
   
   
  Aus dem Bewertungsschema ergibt sich, dass Bücher ohne eigenen Beitrag zum Thema Innovation niemals den Höchstwert von 5 erreichen können!
   
   
   
Resümee: Nach dem ich nun über 30 Bücher zum Thema Innovationen studiert habe, komme ich zu folgendem Ergebnis:
   
 

Ein gutes Buch über Innovationen erkennt man relativ schnell an der Perspektive des Autors. Man kann drei Grundansätze unterscheiden:

Der Mangager Ansatz
Die Grundannahme ist, dass ein guter Manager alles steuern kann und die Probleme des Innovationsmanagements sind durch den richtigen Einsatz von Werkzeugen und der Erfahrung und Kompetenz der Manager lösbar.
Dazu zählen wohl die meisten Management Bücher, viele Best-Seller und die von mir so genannten Kochbücher. Häufig wird hier noch ein lineares Modell der Innovation angenommen.

Die Praktiker
Das Innovationen eine komplexe Angelegenheit sind, die nicht durch einige gut gemeinte Ratschläge, eine Checkliste und evtl. noch ein Benchmark zu lösen sind, haben die Praktiker verstanden. Oft ist ein konkretes Problem der Ausgangs- oder Mittelpunkt des Buches

Die Akademiker
Die Innovationsforschung produziert eine ganze Reihe recht eigenwilliger und überflüssiger Texte aus einer akademischen Fragestellung heraus und dem Anspruch der wissenschaftlichen Arbeit und empirischen Beweisführung ( bis auf Kommastellen genau werden Patentstatistiken erstellt – ohne praktische Relevanz)
Anderseits gibt es sehr gute akademisch fundierte Aufsätze, die das Phänomen Innovation zu erklären versuchen und das zu grunde liegende Dilemma zu lösen versuchen.

Die Bücher der ersten Gruppe haben in der Regel den geringsten Gehalt und sind paradoxerweise oft Bestseller (die typischen Flughafenbücher: am Airport gekauft und auf dem Heimflug schnell noch studiert, wie Innovationsmanagement effizienter wird!). Selten gehen die Bücher dieser Kategorie jedoch über so allgemeine Aussagen wie:
„Ein optimal strukturierter Innovationsprozess bringt einen Wettbewerbsvorteil.“
(Wentz, Innovationsmaschine S.90)

Die Bücher der Praktiker sind in der Regel recht gut da sie versuchen, konkrete Probleme zu lösen. Einige schwächeln jedoch wenn Thesen einfach so in den Raum gestellt werden ohne jeglichen Anspruch auf Nachweis.
Die dritte Kategorie hat den höchsten wissenschaftlichen Anspruch. Neben den rein akademischen Büchern, die meistens in keiner Weise verwertbar sind ist meine Erfahrung, dass die besten Bücher zum Thema Innovation eine Mischung aus Kategorie 2 und 3 sind: ein praktisches Problem tiefgründig und wissenschaftlich fundiert versucht zu lösen und dabei die Zusammenhänge zu erklären ist ein gutes Rezept. Kategorie 1 ist für Einsteiger.

   
   
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Theorien & Konzepte

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Theoretische Erklärungen / Konzeptvorschläge / Forschungen und Forschungsergebnisse

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
16
Hamel, G. :
Leading the Revolution.
How to thrive in turbulent times by making innovation a way of life.
Harvard University Press 2000
(englisch)
Inhalt: „Most companies are not led by visionaries; they're led by administrators.” (S.22) Das hat Auswirkungen auf die Strategieentwicklung. Hamel sieht weder in Akquisitionen noch in Mergern noch in anderen ‚Deals' einen Ersatz für Innovationen „Deal making is no substitute for strategy innovation“. (S.46) Er weist nach, dass sich die meisten Industrien um eine gemeinsame Entwicklungsrichtung orientieren und sich die Strategien der Unternehmen eher konvergieren als divergieren. Outsourcing, ähnliche IT Plattformen und identische Effizienzprogramme verstärken den Trend weiter. Früher oder später endet das in einem Preiswettbewerb. Nur wirkliche Innovationen können diese Tendenz durchbrechen. Innovationen sollen keine Ausnahme darstellen sondern einen festen Bestandteil im Unternehmen darstellen. „Innovation is fine so long as it doesn't disrupt a company's finely honed operational model“. (S. 25)
Bewertung: Ein mit Passion geschriebenes Buch. Gut recherchiert, sehr überzeugend und inspirierend. Allen, die Innovationen vorantreiben wollen, kann man das Buch empfehlen. Es richtet sich ausdrücklich nicht nur ans Top-Management. Revolutionen können auch unten beginnen.
Gesamtwert: 5
15
Hippel, v.E. :
Democratizing Innovation.
MIT Press 2005
(englisch)
Inhalt: Nach seinem Klassiker ‚Sources of Innovation' gibt es mit ‚Democrazing Innovation' einen logischen Nachfolger. Hippel fokussiert nun ganz auf den Anwender als zentrales Element im Innovationsuniversum. Die Bedeutung des Anwenders, seiner Wünsche und seines Verhaltens wird in mehreren Kapiteln dargelegt und damit die Brücke zu Innovation Communities und Open Innovation hergestellt. Er postuliert sogar einen Trend: „…users will be increasingly important sources of innovation and will increasingly substitute for or complement manufacturers' innovation-related activities.” (S.14) Damit würden die Kosten für die Ressource Innovation sinken - so Hippel.
Bewertung: Bei aller Euphorie für den Anwender als Innovationsmotor, Hippel geht wohl einen Schritt zu weit. Unbestritten ist, dass Anwender eine gute (und billige) Quelle für Innovationen sind. Aber eben nur eine von vielen. Wenn ein Unternehmen die Innovationsbemühungen ausschließlich auf den Anwender reduziert, gibt es einen Großteil der Einflussmöglichkeiten ab. Aus Innovationsmanagement wird dann Innovationshoffnung. Das kann nicht im Sinne der Verbesserung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sein. Innovationsmanager, die Anwender stärker in die Innovationstätigkeit ihres Unternehmens einbinden wollen, finden hier dennoch jede Menge Anregungen.
Gesamtwert: 3
14
Gassmann, O.; Kobe, C. (Hrsg.):
Management von Innovationen und Risiko:
Quantensprünge in der Entwicklung erfolgreich managen.
2. Auflage.
Springer Verlag 2006
(deutsch)
Inhalt: Das Buch ist eine Aufsatzsammlung von 23 Kapiteln - gegliedert in 6 Abschnitte:
I  Einleitung
II Strategisches Risikomanagement
III Risikomanagement im Innovationsprozess
IV Steuerung risikoreicher Innovationsprojekte
V  Frühaufklärung zur Erkennung von Risiken
VI Management externer Risiken
Bewertung: Wer jetzt glaubt, mit dem Buch seien die Risiken seiner Innovationsprojekte beherrschbar oder man kann gar ‚Quantensprünge in der Entwicklung erfolgreich managen (Untertitel)', wird enttäuscht sein. Das Buch endet ganau dann, wenn es spannend wird: Die Aufsätze des Buches basieren auf zwei Annahmen: 1. dass man Innovationen managen kann und 2. dass man das damit verbundene Risiko managen kann. Beide sind gewagt!
Neuerungen zeichnen sich immer durch Risiko und Unsicherheit aus. Als Risiko bezeichnet man den Anteil, der mit Wahrscheinlichkeiten bewertet werden kann. Gerade bei radikalen Innovationen überwiegen die Ungewissheiten und Unsicherheiten. Diese Bestandteile umfassen die Bereiche, die man noch gar nicht richtig artikulieren kann (Bsp.: Wie sieht das dominante Design aus, dass sich bei E-Cars durchsetzen wird?) Wer davon ausgeht, dass man alle Unsicherheiten als Risiken internalisieren kann, ist naiv. Oder provokanter formuliert, wenn man bei einem Innovationsprojekt alle Risiken quantifizieren kann, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine ‚Mickey-Maus-Innovation'. Wenig überzeugend.
Gesamtwert: 2
13
Jewkes, J.; Sawers, D.; Stillerman, R.:
The Sources of Invention:
2nd Edition.
Norton 1969
(englisch)
Inhalt: Die Autoren untersuchen in dem Aufsatz die Gründe und Konsequenzen von industriellen Innovationen. 61 Erfindungen werden beschrieben und analysiert. Die Ergebnisse und die Ableitungen sind in der Tat verblüffend. Die Rolle des individuellen Erfinders wird gewürdigt, jedoch prognostiziert, dass institutionelle R&D Organisationen in Zukunft (also heute) systematisch erfinden werden. Die Erfindungstätigkeit wird nachlassen - so die Autoren.
Bewertung: Die zweite Auflage des Buches ist von 1969! Das ist erstaunlich, da die Erkenntnisse z.T. hoch aktuell sind und einige der modernen Innovationsmanagement Kochbücher in den Schatten stellen. Ein MUSS für alle Innovations-Fans und ernsthaft Interessierte!
Gesamtwert: 5
12
Ormerod, P.:
Why Most Things Fail:
Evolution, Extinction & Economics.
Pantheon Books 2005
(englisch)
Inhalt: Das Grundprinzip der Ökonomie geht von einem Gleichgewichtszustand zwischen Angebot und Nachfrage und dem sich daraus ableitenden Preis aus. Es basiert auf den aus der Physik und den 'exakten' Wissenschaften bekannten analytischen Instrumenten und mathematischen Werkzeugen. Der Autor legt sehr überzeugend dar, dass dieser Ansatz in einer sich permanent ändernden Welt ungeeignet ist (Finanzkrise!). Veränderungen sind in den herkömmlichen Gleichgewichtsmodellen ebenso wenig vorgesehen wie menschliche und technische Fehler.
Bewertung: Eine gelungene Kritik an der modell-versessenen und empirie-lastigen Wirtschaftslehre. Ormerod begeistert durch viele gute Beispiele, Zitate und weiterführende Literaturhinweise ebenso wie durch klare Formulierungen und einen flüssigen Stil. Sehr empfehlenswert für alle, die Interesse an Wirtschaft haben und skeptisch gegenüber den komfortablen Wirtschaftstheorien sind.
Gesamtwert: 5
11
Moore, G.A.:
Dealing with Darwin:
How great Companies Innovate at Every Phase of their Evolution.
Portfolio 2005
(englisch)
Inhalt: Der Umschlag eines Buches ist immer ein Versprechen des Autors an den Leser. Der Titel ‚Dealing with Darwin' zusammen mit einer Abbildung eines Tyrannosaurus Rex lenkt die Aufmerksamkeit unweigerlich in Richtung Evolutionstheorie. Diese besagt nun – knapp formuliert – dass sich durch Rekombination und Selektion langfristig das Beste, Robusteste und Fitteste durchsetzt. Innovationen kann man unter diesem Blickwinkel als Treiber für wirtschaftlichen und technischen Fortschritt verstehen. Der Autor reduziert das Konzept der Evolution auf ein Reifegradmodell. Beim Lesen bekommt man den Eindruck, Innovationen und damit die Wettbewerbsvorteile sind lediglich eine Frage der Einordnung in das vorgestellte Kategorisierungssystem und lässt sich auf ein einfaches Entscheidungsproblem reduzieren. Das ist naives Innovationsmanagement.
Bewertung: Der Erkenntnisgewinn des Buches ist recht mager. Die angegebenen Beispiele sind zum Teil veraltet (Ist SUN tatsächlich noch Innovationsführer?) Cisco gilt zweifellos als innovativ aber ob es Darwin liegt bleibt fraglich.
Das Buch ist zum Teil schwer zu lesen, obwohl die Aussagen zum Teil recht simpel sind. Die Kernaussage ‚Extract resources from context to fund core' ist so eine unverständliche Formulierung.
Fazit: Das Versprechen des Umschlages nur teilweise erfüllt werden. Einfacher Inhalt kompliziert verpackt.
Gesamtwert: 2
10
Fenn, J.; Raskino, M.:
Mastering the Hype Cycle: How to Choose the Right Innovation at the Right Time
Mcgraw-Hill Professional 2008
(englisch)
Inhalt: Wie sich Innovationen in Märkten und bei Kunden durchsetzen, versucht das Buch anhand des von Gartner favorisierten Hype-Cycle Modells zu erklären. Im Teil 1 wird der Hype-Cycle beschrieben. Das Innovative daran ist, dass die Aufmerksamkeit gegenüber der Neuerung über Emotionen und Dynamik der Massen erklärt wird. Im zweiten Teil wird der STREET Prozess vorgestellt. Damit soll es gelingen, den Hype-Cycle zu 'bezwingen'. Enttäuschend daran ist zum einen, dass man davon ausgeht, dass man lediglich Entwicklungen zu beobachten braucht und dann ggf. auf den Zug aufspringt. Die eigene Innovationskraft wird nicht mal ansatzweise betrachtet. Zum anderen ist es irritierend, dass der Hype-Cycle – mit dem man ohne Frage bestimmte technische Entwicklungen analysieren kann – zur Erklärung jeglicher Entwicklungen heran gezogen wird. Etwas gestreckt oder gestaucht und man kann fast alles damit erklären. Zur Vorhersage ist es jedoch nicht geeignet – auch wenn es die Autoren behaupten.
Bewertung: Mit dem Hype-Cycle lassen sich Entwicklungen erklären, aber es ist kein Allheilmittel. Innovativer erster Teil, enttäuschender zweiter Teil.
Gesamtwert: 3
9
Kim,W.C.; Mauborgne,R.:
Der Blaue Ozean als Strategie : Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt.
Hanser Wirtschaft 2005; Auflage: 1
(deutsch)
Inhalt: Der Inhalt gliedert sich in 3 Abschnitte: Strategie der Blauen Ozeane, Formulierung der Strategie und die Umsetzung der Strategie. Grundgedanke des Buches ist die Unterscheidung der Märkte in blaue und rote Ozeane, wobei rot symbolisch für die bekannten und blau für die neuen Märkte steht. Wie man angeblich den Wettbewerb abschütteln kann indem man sich auf die blauen Märkte fokussiert, versuchen die Autoren darzustellen.
Bewertung: Blauer Ozean ist ein Synonym für Innovation und da Innovation als Begriff schon fast banal klingt, wird sich der Ozean als neues Buzzwort im Management wohl etablieren. Es ist jedoch zu einfach, rückblickend einige Anekdoten als allgemeingültiges Rezept darzustellen. Innovationen verlaufen wesentlich komplexer und es gibt reichlich Beispiele für erfolgreiche rote Ozeane und erfolglose blaue Ozeane. Und wer kann schon heute sagen, was morgen ein blauer Ozean ist? Bedenklich ist es, dass das Buch ein Bestseller werden konnte!
Gesamtwert: 1
8
Scholl.W.:
Innovation und Information : Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird.
Hogrefe 2004
(deutsch)
Inhalt: ‚Wie entstehen Innovationen in Organisationen?' ist das Thema des Buches. Nun ist es ja nicht so, dass es nicht schon eine umfangreiche Literatur zu dem Thema gibt. Dieses Buch ist jedoch einzigartig insofern, als auf der Basis einer umfangreichen Analyse von ca. 42 Innovationsprojekten (erfolgreich und nicht erfolgreich) untersucht wird, wie Innovationen tatsächlich ablaufen. Vom Innovationsparadox bis zur Innovationstheorie.
Bewertung: Ein sehr gelungenes Buch. Anhand von 42 Innovationsfälle wird analysiert, wie Innovationen tatsächlich funktionieren. Die Realität unterscheidet sich erheblich von den Bilderbuch-Innovationsprozessen und ist charakterisiert von Informationspathologien in der Organisation beim Vorantreiben des Innovationsprojektes. Es wird dargelegt, wie wenig systematisch es oft zu Entscheidungen im Ablauf kommt und das sich Innovationen evolutionär und teilweise nicht vorhersehbar entwickeln und durch Planung allein nicht beherrschbarer werden. Eines der besten deutschsprachigen Bücher zum Thema.
Gesamtwert: 5
7
Akerlof,G.A.; Shiller,R.J.:
Animal Spirits: How Human Psychology Drives the Economy, and why it Matters for Global Capitalism.
Princeton University Press 2009
(englisch)
Inhalt: Wem die traditionelle Ökonomie mit seiner vereinfachend angenommenen Rationalität bisher suspekt war bzw. suspekt ist, wird dieses Buch lieben! Anstatt Super-rationale Marktteilnehmer in einfachen Situationen anzunehmen, werden 'normale' Menschen in komplexen Situationen zur Erklärung der Wirtschaft angenommen. Die Ausführungen sind insbesondere für die Diffusion von Innovationen von Bedeutung.
Bewertung: Der Bezug zur aktuellen Krise ist erhellend. Das Buch insgeamt ist erfrischend in der von der vorherrschenden Theorie abweichenden Perspektive und der flüssigen Darstellung.
Gesamtwert: 5
6
Christensen,C.M.; Anthony,S.D.; Roth,E.A.:
Seeing What's Next: Using the Theories of Innovation to Predict Industry Change.
Harvard Business School Press 2004
(englisch)
Inhalt: Die gute Nachricht - so die Autoren - ist, dass Theorien die Vergangenheit erklären und sich so wichtige Erkenntnisse für die Zukunft ableiten lassen. Die Theorien sind jedoch eher Verhaltensmuster etablierter Unternehmen im Hinblick auf Innovationen. Das Verhalten - insbesondere die Fehler - scheinen sich in der Tat zu wiederholen. Eine Aussage über Veränderungen in der Industrie sind jedoch nur teilweise möglich.
Bewertung: Der erste Teil erläutert theoretische Konzepte (Cramming, asymetrische Motivation etc.). Obwohl vieles schon vom 'Innovators Dilemma' bekannt ist, ist der Teil recht spannend. Wie schwer die Anwendung fällt, demonstriert der zweite Teil (Education, Healthcare, Aviation , Semiconductor). Die Prognosen sind recht allgemein und dennoch zum Teil schon widerlegt.
Gesamtwert: 3
5
O'Conner, G.C.; Leifer, R.; Paulson, A.S.; Peters, L.S.:
Grabbing Lightning. Building a Capability for Breakthrough Innovation.
Jossey Bass 2008
(englisch)
Inhalt: Warum tun sich etablierte Firmen so schwer mit Durchbruchinnovationen? Das Buch versucht, darauf Antworten zu geben. Neben einer umfangreichen Analyse gibt es auch zahlreiche Hinweise und Vorschläge zur Verbesserung (bspw. die DNA)
Bewertung: Ob jetzt 'Open Innovation' tatsächlich hilft bei Durchbruchinnovationen sei dahin gestellt. Trotzdem empehlenswert für Innovatoren, da nicht so getan wird als sei mit einem Innovationsprozess das meiste getan. Innovationen sind schwierig.
Gesamtwert: 4
4
Hippel, von Eric A.:
The Sources of Innovation
Oxford University Press 1988
(englisch)
Inhalt: Es werden die funktionellen Quellen von Innovationen analysiert: Anwender, Hersteller, Zulieferer u.a.. Hippel unterstreicht die Bedeutung der Anwender für Innovationen und begründet das 'Lead-User' Konzept.
Bewertung: Unbestritten ist der Beitrag von Anwendern und 'Lead-Usern' für Innovationen - dank Hippel. Der Ansatz konzentriert sich aber auf Verbesserungen statt Innovationen. Die Vorhersage von Innovationen - so wie von Hippel dargestellt - bleibt fragwürdig. Die Spieltheorie im Zusammenhang mit Wissensaustausch zwischen Wettbewerbern erscheint wenig realistisch.
Gesamtwert: 3
3
Chesbrough, Henry W.:
Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology
McGraw-Hill 2006
(englisch)
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend.
Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets.
Gesamtwert: 2
2
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail
McGraw-Hill 1997
(englisch)
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4
1
Moore, G.A.:
Crossing the Chasm.
Marketing and Selling Disruptive Products to Mainstream Customers.
Collins Business 2002
(englisch)
Inhalt: Die Hypothese des Buches ist recht einfach: Technologisch anspruchsvolle Produkte (High-Tech) sprechen in der Einführungsphase vor allem technologie-affine Menschen an. Zwischen ihnen und der breiten Masse entsteht eine Kluft (Chasm). An dieser Kluft scheitern wohl viele Markteinführungen, da beide Kundengruppen unterschiedliche Vermarktungsstrategien erfordern.
Bewertung: Für die Adaption von High-Tech Produkten liefert das Buch eine Menge sinnvolle Erkenntnisse (z.B. den Technology-Adaption Life Cycle S.12). Irritierend finde ich, dass der Markt immer als Schlachtfeld bezeichnet und behandelt wird. Aber es ist wohl insgesamt auch eher ein Marketingbuch als ein Innovationsbuch, dennoch lesenswert.
Gesamtwert: 4
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Märkte & Industrien

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Makroökonomische Perspektiven / Industriespezifische Untersuchungen / Markt-getriebene Innovationen u.a.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
11
Grupp,H..:
Messung und Erklärung des Technischen Wandels.
Grundzüge einer empirischen Innovationsökonomik.
Springer 2008
(deutsch)
Inhalt: Die Erklärung des technischen Fortschritts ist eine nach wie vor spannende Aufgabe. Im ersten Teil werden verschiedenen Innovationstheorien überblicksartig dargestellt und diskutiert. Im zweiten Abschnitt werden Messkonzepte, Indikatoren und die Zusammenhänge aus der Perspektive einer Wirtschaft vorgestellt und anschließend auf Problemfelder angewendet.
Bewertung: Trotz der trockenen Thematik eine interessante Lektüre. Vor allem der erste Teil des Buches ist eine Meisterleistung. Leider ist der Text wohl unverändert von der 1997 Ausgabe übernommen. Wichtige Neuerungen auf dem Gebiet der Innovationstheorien fehlen dem zufolge. Noch krasser wirkt sich das bei der Diskussion über Politik- und Marktversagen im Zusammenhang von Solarindustrie und Ölpreis aus.
Gesamtwert: 3
10
Hamel, G.;Prahalad, C.K.:
Wettlauf um die Zukunft .
Wie Sie mit bahnbrechenden Strategien die Kontrolle über ihre Branche gewinnen und die Märkte von morgen schaffen.
Ueberreuther 1995
(deutsch)
Inhalt: Die Hauptbotschaft der Autoren könnte sein:
'Schnelles Nachlaufen ist kein Rezept für Wachstum und Profitabilität.'(S.45) Hamel und Prahalad argumentieren, dass Firmen viel mehr Anstrengungen unternehmen müssten, um vorbereitet auf die Zukunft zu sein.
Generationen von 'Nenner-Managern' würden die Rendite von Unternehmen im Wesentlichen durch den aggresiven Rotstift verbessern und dabei an den Schalthebeln der Unternehmen die Zukunft verschlafen. Auch wenn 'Wettlauf um die Zukunft' schon ein paar Jahre alt ist, das Buch und die Thesen sind aktuell! Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen erkennt man nicht an dicken Präsentationen und bunten Grafiken sondern z.B. wenn man ein paar wahllos ausgewählte Führungskräfte nach der Zukunft der Industrie befragt. Darin zeigt sich die Erfahrung der Autoren und in der Überzeugungskraft lässt es Sandkasten-Konzepte wie z.B. die Blaue-Ozean-Strategie weit hiner sich.
Bewertung: Einen Klassiker zeichnet aus, dass vieles Gültigkeit behält - trotz vieler Veränderungen. Zweifellos trifft das hier zu. Nur der Untertitel irritiert, ansonsten brillant.s
Gesamtwert: 5
9
Beinhocker, E.D.:
Die Entstehung des Wohlstands.
Wie Evolution die Wirtschaft antreibt..
MI-Fachverlag 2007
(deutsch)
Inhalt: 'Wie funktioniert Wirtschaft ?' Das ist die große Frage, der der Autor nachgeht. Sehr überzeugend wird die Rolle der Evolution dargelegt. Modell-basierte Erklärungsversuche mit rational handelnden Akteuren sind für rein normative Erklärungsversuche ausreichend. Die Entwicklung der Wirtschaft und die Entstehung des Wohlstandes, weder rückwirkend noch vorausschauend, können sie nicht erklären. Fast beiläufig werden interessante Konzepte zur Erklärung einbezogen (Spieltheorie, Chaostheorie u.w.)
Bewertung: Ein kluges, gut recherchiertes und qualitativ ausgezeichnetes Buch. Es ist gut zu lesen, spannend und unterhaltsam geschrieben, trotz des anspruchsvollen Inhaltes.
Ein brillantes Wirtschaftsbuch..
Gesamtwert: 5
8
Moore, G.A.:
Crossing the Chasm.
Marketing and Selling Disruptive Products to Mainstream Customers.
Collins Business 2002
(englisch)
Inhalt: Die Hypothese des Buches ist recht einfach: Technologisch anspruchsvolle Produkte (High-Tech) sprechen in der Einführungsphase vor allem technologie-affine Menschen an. Zwischen ihnen und der breiten Masse entsteht eine Kluft (Chasm). An dieser Kluft scheitern wohl viele Markteinführungen, da beide Kundengruppen unterschiedliche Vermarktungsstrategien erfordern.
Bewertung: Für die Adaption von High-Tech Produkten liefert das Buch eine Menge sinnvolle Erkenntnisse (z.B. den Technology-Adaption Life Cycle S.12). Irritierend finde ich, dass der Markt immer als Schlachtfeld bezeichnet und behandelt wird. Aber es ist wohl insgesamt auch eher ein Marketingbuch als ein Innovationsbuch, dennoch lesenswert.
Gesamtwert: 4
7
Worthington, I.; Britton, C.:
The Business Environment
FT Prentice Hall 2006
(englisch)
Inhalt: In fünf Abschnitten wird das Geschäftsumfeld eines Unternehmens analysiert: Von 'Woraus besteht das Geschäftsumfeld' bis zu Fallbeispielen, Märkten, der Firma und dem Macroumfeld reicht das Feld der Betrachtung.
Bewertung: Eine sehr gute Darstellung! Systematisch, klar gegliedert, verständlich erklärt. Das Buch ist eine Referenz für alle, die das Umfeld ihres Unternehmens besser verstehen wollen. Und es besser zu verstehen schützt vor Überraschungen!
Gesamtwert: 5
6
Jennings, M.C.(Edts.):
Health Care Strategy for Uncertain Times
Jossey Bass 2000
(englisch)
Inhalt: Der Bogen wird gespannt vom Verständnis zwischen Risiko und Unsicherheit (Kap.1), Strategie Formulierung (Kap.2), Planung mit Unsicherheit (Kap. 3 und Kap. 4), Instrumente und Werkzeuge (Kap.5), Strategie Entwicklung (Kap. 6 und Kap. 7), Finanzen (Kap.8) und Implementierung (Kap.9).
Bewertung: Das Buch richtet sich am Gesunddheitssektor aus. Wäre es allgemeiner gehalten wäre es noch besser. Aber auch so bietet es einige wichtige Erkenntnisse. Es ist eines der wenigen Beiträge zum Thema Unsicherheit und dem Umgang damit. Die Beiträge von den einzelnen Autoren sind unterschiedlich. Besonders interessant sind die Kapitel 1, 3,4 und 5.
Gesamtwert: 4
5
Rogers, Everett M.:
Diffusion of Innovation.
Free Press 2003
Fifth Edition
(englisch)
Inhalt: Wie entstehen und verbreiten sich Innovationen? Das Buch geht der Frage nach und behandelt dabei sowohl die Entstehung von Innovationen, die wissenschaftlichen Grundlagen und historische Entwicklung als auch sehr viele Innovations-Beispiel aus zahlreichen Bereichen der Gesellschaft.
Bewertung: Seht gutes Buch - tiefgründig und umfassend.
"The diffusion of innovations is a social process, even more than a technical matter."
Gesamtwert: 5
4
Dodgson, M.; Rothwell, R. (Edts.):
The Handbook of Industrial Innovation.
Edward Elgar Publishing 1996
(englisch)
Inhalt: 35 Einzelbeiträge, gegliedert in 5 Abschnitte vermitteln Wissen und Konzepte zu Industrie-Innovationen. Industriesektoren (Chemie, Militär, Service uvm) werden genauso analysiert wie auch Quellen von Innovationen, regionale Unterschiede, Diffusion , Technologie, Organisations-belange, Strategien, Innovationsmanagement u.w.
Bewertung: Die Bezeichnung 'Handbuch' ist durchaus gerechtfertigt (442 Seiten!). Eine stärkere Fokusierung wäre evtl. sogar besser gewesen. So versucht das Buch irgendwie alles zum Thema Innovationen zu behandeln.
Gesamtwert: 4
3
Utterback, James M.:
Mastering the Dynamics of Innovation.
Harvard Business Press 1994
(englisch)
Inhalt: Das Buch beschreibt Innovationen als eine dynamische Verbindung zwischen Markt, der Firma und dem Produkt. Damit unterscheidet es sich entscheidend von vielen anderen Aufsätzen, die Innovation als linearen Vorgang beschreiben
Bewertung: Exzellent! Das Konzept vom dominanten Design wird recht überzeugend am Beispiel der Schreibmaschinen-Tastatur, der Glühbirne, der Fotografie u.a. dargestellt. Ebenso der Zusammenhang zwischen Produkt - und Prozess-Innovationen.
Vermutlich inspirierte das Buch Christensen zum 'Innovatores Dilemma'
Gesamtwert: 5
2
Chesbrough, Henry W.:
Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology
McGraw-Hill 2006
(englisch)
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend.
Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets.
Gesamtwert: 2
1
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail
McGraw-Hill 1997
(englisch)
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4
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Organisationen & Entrepreneurship

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Mikroökonomische Perspektive / Innovationen im Unternehmen und Herausforderungen u.a.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
16

Hargadon, A. :
How Breakthroughs Happen..
The Surprising Truth about How Companies Innovate
Harvard Business School Press 2003
(englisch)

Inhalt: Edisons permanente Innovationsleistung bleibt bis heute unerreicht. Die meisten Unternehmen bemühen sich darum Innovationserfolge aus der Vergangenheit zu wiederholen und die meisten scheitern. Es gibt wenige Ausnahmen, wie der Autor darstellt, die es schaffen über einen gewissen Zeitraum auf hohem Niveau innovativ zu sein. Das ist erstaunlich, Edisons Experimente im Lab in Menlo Park liegen mehr als hundert Jahre zurück und man kann auch heute noch davon lernen.
Bewertung: Der Autor verbindet geschickt interessante Informationen aus der Vergangenheit mit neuen Konzepten und zieht daraus Schlüsse und Empfehlungen. Im Laufe des Buches wird die Idee des Technology Brokering entwickelt. Damit ist die Rekombination bekannter Technologien, Ideen und Konzepte als Ursprung von Innovationen gemeint. Ein Geheimtipp, man hätte auch 6 Punkte geben können.
Gesamtwert: 5
15

Bessant,J.; Tidd,J :
Innovation and Entrepreneurship.
John Wiley 2007
(englisch)

Inhalt: Der als Lehrbuch ausgelegte Text gliedert sich in vier Abschnitte: Prinzipien, Kontext, Praxis und Aktion. In 12 Kapiteln werden eine Reihe von Aspekten analysiert: Netzwerke, Produktentwicklung, Wissens- und IP Management, Globalisierung u.a.
Bewertung: Das Buch ist voll von Informationen zum Thema Innovation. Irgendwie erscheint auch alles richtig und plausibel. Es ist als Lehrbuch ausgelegt und dadurch gerät es zu einer Art Sammlung von Konzepten und Fallbeispielen. Sehr störend empfand ich die vielen Unterbrechungen und die merkwürdige Struktur des Textes. Das Thema ‚Entrepreneurship' wird zwar in verschiedenen Aspekten kurz beleuchtet, aber weder gibt es eine Erklärung, was genau denn unter dem viel-verwendeten Begriff zu verstehen ist, noch wird es in der Tiefe behandelt, die der Titel vermuten lässt. Als Einstieg ins Thema ist das Buch sicher geeignet, aber es bleibt viel zusätzliche Arbeit für den Leser, aus dem Eintopf einen roten Faden und sinnvolle Schlussfolgerungen zu entwickeln.
Gesamtwert: 3
14

Rice,B. :
Three Moves Ahead.
What Chess can teach you about Business (even if you've never played).
Jossey-Bass 2008
(englisch)

Inhalt: Schach ist ein Spiel mit festen Regeln. Die Wirtschaftswelt dagegen ist so komplex und vielschichtig und dynamisch, dass nur ein Teil Regeln und Gesetzen folgt. Der andere Teil wird durch ständige Erneuerungen geprägt. Das Internet z.B. hat die Spielregeln ganzer Industriezweige auf den Kopf gestellt. Ein Vergleich zwischen Schach und der Wirtschaft ist insofern nur bedingt möglich. Das sind jedenfalls die Gedanken, wenn man das Buch in die Hand nimmt. Der Autor belehrt einen hier schnell eines Besseren und man ist angenehm poitiv überrascht. Ähnlich der Spieltheorie ist Schach eine extreme Vereinfachung der realen (Business)welt und doch schon recht komplex. Die Idee des Vergleiches ist originell und die Lernkurve für (Unternehmens)Strategen ist recht steil. Man muss bspw. jede Art von Benchmark in Zweifel stellen wenn man erfährt, dass bei gleichstarken Spielern WEISS 40% häufiger gewinnt als SCHWARZ, nur weil WEISS laut Regel immer mit dem ersten Zug beginnt (S.20).
Bewertung: Ohne zu sehr das Schachspiel zu betonen arbeitet der Autor wichtige Erkenntnisse meisterhaft heraus. Es ist ein Buch zum Nachdenken. Hektische Aktionisten werden keine Freude an dem Buch haben aber langfristig orientierte Strategieplaner umsomehr.
Gesamtwert: 5
13

Isaksen, S.; Tidd, J. :
Meeting the Innovation Challenge.
Leadership for Transformation and Growth.
John Wiley & Son 2006
(englisch)

Inhalt: Die Herausforderung im Innovationsmanagement besteht darin, gleichzeitig alternative Entwicklungen verfolgen zu können. Die Autoren verwenden hierfür die Metafer des Gottes Janus, der ja sowohl über die Eingänge als auch Ausgänge herrschte. Für Organisationen bedeutet das Routine und Kreativität geschickt zu balancieren.
Innovationen sind auch immer durch organisatorische Veränderungen charakterisiert.
Bewertung: Die Autoren schaffen es ausgesprochen gut, das Thema aus vielen Perspektiven interessant, überzeugend und vor allem zeitgemäß darzustellen.
Empfehlenswert ist das Buch für alle, für die Innovationen mehr als Marketing, PR und Lippenbekenntnisse sind.
Gesamtwert: 5
12
Raynor, M.E.:
The Strategy Paradox:.
Why commiting to success leads to failure [and what to do about it].
Doubleday 2007
(english)
Inhalt: Die Kernbotschaft des Buches ist einfach: In einer dynamischer und komplexer werdenden Wirtschaft nehmen Unsicherheiten und Ungewissheiten zu. Die traditionelle Strategieplanung hat dafür kein Rezept.
Bewertung: Reynor schlägt ein neues Kapitel in der strategischen Unternehmensplanung auf. Der Abschied vom ‘Single-Best-Way' wird für viele unbequem aber dennoch unausweichlich werden. Typische Strategieplaner werden sich verstärkt mit den Unsicherheit auseinander setzen müssen und flexibler in der Planung werden oder eben die Veränderungen schmerzhaft spüren. Der Untergang von Quelle ist ein gutes – aktuelles Beispiel für Old-Style Strategieplanung. Man kann davon ausgehen, dass es in Zukunft einigen Firmen ähnlich ergehen wird, auch wenn sie es jetzt noch nicht wissen (oder wahrhaben wollen).
Leider geht dem Autor am Ende die Luft aus - Kap.11 (Reinventing Strategy) hat nur 8 Seiten, trotzdem uneingeschränkt empfehlenswert.
Gesamtwert: 4
11
Johnston, R.E.; Bate, J.D.:
The Power of Strategy Innovation:.
A New Way of Linking Creativity and Strategic Planning to Discover Great Business Opportunities.
AMACOM 2003
(english)
Inhalt: Strategy Innovation ist eine Bezeichnung für die Fähigkeit zur Erneuerung einer Organisation oder eines Unternehmens. Es ist nicht neu, dass Unternehmen sich an den Erfolgen vergangener Zeiten klammern und dabei ihre Zukunft verschlafen. Polaroid wird hier oft als Beispiel genannt – die die Auswirkungen der Digitalisierung des Photoprozesses auf ihr Geschäft ignoriert haben. Neu ist zwar die Formulierung Strategy Innovation, die vorgeschlagenen Rezepte hingegen weitestgehend bekannt.
Bewertung: Das Buch ist ein Versuch, diese Erneuerung zu systematisieren. So gut die Analyse im ersten Teil des Buches ist, so schwach ist der zweite Teil. Die Erneuerung von Unternehmen ist in der Regel keine Frage der fehlenden Systematic sondern dem fehlenden Bewusstsein, etwas verändern zu müssen und dem Willen, etwas zu verändern und zwar im Top-Management. Genau das ist der Unterschied zwischen Karstadt und Apple.
Gesamtwert: 3
10
Streatfield, P.J.:
The Paradox of Control in Organizations.
Routledge 2001
(english)
Inhalt: Die Management-Literatur geht im Allgemeinen davon aus, dass der Manager an der Spitze der Organisation steht und mit Hilfe eines umfangreichen Arsenals an Instrumenten das Geschehen beobachten und vor allem steuern kann. Der Manager hat alles im Griff. Streatfield berichtet von seiner Erfahrung als Manager und davon, wie wenig Einfluss man als Manager tatsächlich hat. Die Möglichkeiten sind begrenzt und alles im Griff zu haben eine Illusion
Bewertung: Exzellent und innovativ! Eine der wenigen Texte, die von dem üblichen Management-Mantra abweichen. Statt der normaiven Sichtweise (wie Management sein sollte) wird hier dargestellt, wie Management in der Realität funktioniert.
"It is the capacity to live with paradox ... that constitutes effective management."
Gesamtwert: 5
9
Shoemaker, P.J.H.:
Profiting from Uncertainty
Strategies for Succeeding No Matter What the Future Brings.
The Free Press 2002
(english)
Inhalt: Unsicherheiten sind im Normalfall der Feind der Manager, da sie die Planungssicherheit in Frage stellen. Shoemaker widmet sich dem Thema Unsicherheit und argumentiert, dass nur Unsicherheiten Quellen von Innovationen sein können. Es gibt zwei Perspektiven: Vermeidung von Unsicherheit – also Angst vor Veränderung und die positive Einstellung – Unsicherheit als Chance. Viele kluge Anmerkungen zum Umgang mit Unsicherheit.
Bewertung: Der erste Teil ist brillant. Kritische Beobachtungen, Analysen und kluge Aussagen machen das Lesen zu einer Freude. Im zweiten Teil geht dem Autor die Luft aus. Es folgen viele allgemeine Aussagen und der Text verkommt zu einem Ratgeber.
Gesamtwert: 4
8
Morris, L.:
Permanent Innovation
The Definite Guide to the Principles, Strategies, and Methods of Successful Innovators.
Innovation Academy 2006
(english)
Inhalt: Ein Innovations-Ratgeber der Extraklasse. Der Text ist in vier Teile gegliedert: Grundlagen, Methode für permanente Innovationen, Kultur und Infrastruktur und Aktionsplan. Kern des Buches ist das Dilemma: “The concept of permanence implies stability and the absence of change, while the concept of innovation implies constancy of change and novelty.” (S. 1)
Bewertung: Ein außergewöhnliches Buch. In der Erwartung einen weiteren der üblichen Innovations-Ratgeber in der Hand zu halten, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Man merkt sofort, dass der Autor sehr erfahren ist und sehr viel zum Thema zu sagen hat. ‚Permanent Innovation' bezieht sich auf das Bestreben, kontinuierlich mit Innovationen das Wachstum des Unternehmens voran zu treiben. Innovationen sind eine ständige Herausforderung für Unternehmen und Morris zeigt eindrucksvoll, dass viele Firmen eher innovationsfeindlich agieren. Ein Ratgeber mit vielen Erkenntnissen.
Gesamtwert: 5
7
Geus, A.d.:
The Living Company
Habits for Survival in a Business Environment.
Harvard Business School Press 2002
(english)
Inhalt: Mit viel Enthusiasmus setzt sich der Autor für eine neue Unternehmenskultur ein. Wissen und Lernen spielt in der neuen Organisation eine wesentlich größere Rolle als bisher. Er unterstreicht die Bedeutung von Foresight für das Überleben von Unternehmen.
Bewertung: Eine heftige Kritik am bestehenden Selbstverständnis von Unternehmen und der Selbstgefälligkeit des Managements. Besonders Kapitel 6 „Managing for Profit or for Longevity“ erscheint nach der Finanzkrise wieder hoch aktuell. Sehr gut geschrieben, viele interessante Geschichten runden den sowieso spannenden Inhalt ab. Ohne Frage eines der besseren, visionäreren und aussagekräftigeren Büchern. Ob es jedoch ‚One of the ten best books' (Business week, auf dem Buchrücken) mag jeder für sich entscheiden.
Gesamtwert: 5
6
Hauser, T.:
Intuition und Innovation
Bedeutung für das Innovationsmanagement
DUV 1995
(deutsch)
Inhalt: Intuition ist eine Erscheinung, die im Innovationsmanagement unterschätzt und ignoriert wird. Welche Rolle Intuitionen in den Phasen des Innovationsprozesses spielt, zeigt dieses Buch.
Bewertung: Viele gute Erklärungsversuche aber letztlich die Einsicht, dass man Intuitionen nicht vollständig erfassen, erklären und geschweige denn beeinflussen kann. Die Schlußfolgerungen für das Innovationsmanagement sind dementsprechend übersichtlich.
Gesamtwert: 4
5
Miller, W.L.; Morris, L.:
Fourth Generation R&D
Managing Knowledge, Technology, and Innovation
John Wiley & Son 1999
(englisch)
Inhalt: Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Innovationen viel Frust erzeugen, trotz Glorifizierung in der Öffentlichkeit. Das Buch versucht die Gründe für die geringe Erfolgsquote zu identifizieren.
Bewertung: Obwohl das Konzept der R&D Generationen und die Unterschiede zwischen den Generationen seltsam erscheinen, enthält das Buch jede Menge tiefgehender Analysen und Erklärungen zu vielen Facetten von Innovation. Fundgrube!
Gesamtwert: 4
4
Drucker, F.P.:
Innovation and Entrepreneurship
Harper & Row 1985
(englisch)
Inhalt: Es werden sieben Quellen von Innovationen beschrieben und das Thema Unsicherheit im Zusammenhang mit Innovationen diskutiert. Drucker sucht Antworten auf Fragen wie: Was charakterisiert Enterpreneure und was motiviert sie Neues zu generieren?
Bewertung: Einer der wenigen Versuche (und wohl der erste) in der Innovations-Literatur, den Enterpreneur zu charakteriesieren und die Quellen von Innovationen zu erfassen.
Gesamtwert: 3
3
Chesbrough, Henry W.:
Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology
McGraw-Hill 2006
(englisch)
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend.
Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets.
Gesamtwert: 2
2
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail
McGraw-Hill 1997
(englisch)
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4
1

Wördenweber, B.;
Wickord,W. :

Technologie-und Innovations-management in Unternehmen: Lean Innovation
3.Auflage
Springer Verlag 2008
(deutsch)

Inhalt: Ausgehend vom Unternehmensumfeld (Kap. 2) geht es um die Quellen von Innovationen (Kap.3). Kapitel 4 behandelt den Umgang mit Risiko. Der Innovationsprozess wird in Kapitel 5 behandelt und im Kapitel 6 geht es um das wache Unternehmen. „Wie sieht die ideale Organisation für Innovation aus?“(S.231)
Bewertung: Das Buch ist viel zu allgemein, um hilfreich zu sein. Teilweise widersprüchlich, teilweise auch unver-ständlich und viele Worthülsen: „Für global agierende Unternehmen besteht der Anspruch auf einen globalen Aktionsradius.“ (S.234) Die Fragen Was ist Lean Innovation? und Wie sieht die ideale Organisation aus? bleiben offen.
Gesamtwert: 2
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Innovationsprozesse

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Planung und Ablauf / Prozessverbesserung / Das WIE vom Innovationsmanagement u.a.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
10
Skarzynski.P; Gibson, R.:
Innovation to the Core:
A Blueprint for transforming the way your Company innovates.
Harvard Business Press 2008
(englisch)
Inhalt: Die Kernaussage des Buches lautet: Wenn Innovationen systematisch verfolgt werden, kommt es zu Erfolg. Das ist hinreichend aber bei weitem nicht ausreichend und so auch nicht neu. Sehr deutlich zeigen die Autoren, dass zwischen der Management Rhetorik und der Innovation Kompetenz eine enorme Lücke klafft. „It's quite obvious that, in most companies, innovation is still more buzzword than competence.“ Als Grund wird das fehlende Modell für die Management Praxis genannt, was bei weitem jedoch nicht ausreicht.
Bewertung: „Up to now, the management literature on innovation has not been a big help in this regard.“ (S.14) Solche Aussagen sind heftig und man sollte sie nicht allzu ernst nehmen. Es gibt eine Reihe von guten Büchern zum Thema aber es stimmt: Wesentlich mehr, die es sich nicht lohnt zu lesen. Dieses gehört leider auch dazu. Die fehlende Innovationsfähigkeit liegt sicher nicht an fehlenden guten Büchern sondern daran, dass die guten Bücher entweder gar nicht oder von den falschen Leuten gelesen werden und es in den seltensten Fällen wohl zu Veränderungen kommt. Einige gute Bemerkungen über Hybrid (S.172), Budget (S.162) Prozess (S.224) und divergentes Denken (S.141) ansonsten erstaunlich naiv und z.T auch falsch..
Gesamtwert: 2

9
Terwiesch, C.; Ulrich, K.T.:
Innovation Tournaments:
Creating and Selecting exceptional Opportunities.
Harvard Business Press 2009
(englisch)
Inhalt: Die Grundidee des Innovationmanagement besteht darin, Ideen und knappe Entwicklungsresourcen zusammenzubringen, so dass vielversprechende Innovationen entstehen. Ein Knackpunkt im Ablauf ist das sogenannte 'Fuzzy Front End' also die Auswahl der Ideen. Diesem bisher wenig erforschten Bereich widmet sich das Buch und zwar mit einem orginellen Ansatz: einem Ideen Kontest (Tournament) oder Wettbewerb. Die Autoren betonen, dass das vorgestellte Instrument als Vorläufer zu den üblichen Phasen der Produktentwicklung zu sehen ist und nicht als Konkurrenz. Beginnend mit den Quellen für Ideen und Opportunities wird im Hauptteil das Screening und die Bewertung beschrieben - erfreulicherweise werden Technik- und Marktunsicherheiten berücksichtigt.
Bewertung: Das Buch geht weit über die zahlreichen Inno-Ratgeber hinaus. Gut strukturiert, klar in der Sprache, verständliche Darstellungen und sehr detailliert. Lediglich die Annahmen zum Einsatz des Instrumentes bleiben unerwähnt. Inwieweit kann man Ideen in dem frühen Stadium bewerten? Muss man es durch weitere Instrumente ergänzen? Wie ist die Einordnung ins Gesamt-Innovationskonzept? Fazit: Inspirierend und lesenswert.
Gesamtwert: 4

8
Maxwell, I.E.:
Managing Sustainable Innovation:
The Driver for Global Growth.
Springer 2009
(englisch)
Inhalt: Da wird die Innovationsfenster sehr weit aufgerissen. Einen ziemlichen Rundschlag legt der Autor vor und relativ schnell merkt man, dass er bei allen Themen nur recht oberflächlich bleiben kann. Einerseits geht es um das Management von Innovationen. Andererseits werden Innovationsfelder behandelt (Energie, Medizin, IT, Erneuerbare Energie), Länder (USA, China und Indien) werden beleuchtet und über Preise, Trigger und Technologien wird berichtet.
Bewertung: Eine Vorstellung vom Tiefgang und von der inhaltlichen Tragweite bekommt man vielleicht, wenn man sich verdeutlicht, dass in einem Buch über Innovationen Bilder vom iPhone (Wikipedia) dargestellt werden und viele, viele weiter Bilder über Stammzellen, Kindel usw. Sehr oberflächlich und zum Teil veraltet (Portfoliotechnik war in Zeiten stabiler Markt – und Technologieentwicklungen ausreichend ) Obwohl mit viel Buzzwords gespickt finden 'Innovations-Einsteiger' hier vielleicht noch Ideen.
Gesamtwert: 2

7
Carlso, R.C.; Wilmot, W.W.:
Innovation:
The five Disciplines for Creating what Customers want.
Crown Business 2006
(englisch)
Inhalt: Das Buch basiert auf dem (Manager)Wunsch, Innovationen systematisieren zu wollen, besser noch zu automatisieren und dann (per Knopfdruck) erzwingen zu können. ‚We required a blueprint for the „HOW“ of innovation and not just the „WHAT“ (S.14). Hinter dem Buch steht das Stanford Research Institut (SRI) und die Autoren sehen Innovationserfolg vor allem in der Exzellenz in den fünf Disziplinen: 1. Important Needs ; 2. Value creation ; 3. Value Creation ; 4. Innovation Teams ; 5. Organizational Alignment .
Bewertung: Auffällig an den Ausführungen ist der starke Kundenorientierung. Alles wird auf den Kundennutzen ausgerichtet. Diese einseitige Sichtweise macht stutzig, da SRI für sich in Anspruch nimmt, die Computermaus erfunden (zusammen mit PARC) und auf den Markt gebracht zu haben. Nun stelle man sich vor, wie in den Anfangsjahren der Computertechnik (ohne grafische Benutzeroberfläche) der Kundenwunsch nach der Computermaus entsteht ? Wenn SRI streng nach den fünf Diszilinen vorgegangen wäre, würde es heute keine Computermaus geben (bzw. dann wohl die nach der Idee von Telefunken). Dass der Kaninchenblick auf den Kunden nicht immer innovationsförderlich ist, hat auch Christensen mit ‚The Innovator's Dilemma' eindrucksvoll dargelegt. Wo bleibt die Darstellung von Technologie-Pushs? Die Sichtweisen sind veraltet.
Gesamtwert: 2
6
Degraff, J.; Quinn, S.E.:
Leading Innovation:
How to jump start your organization's growth engine.
McGraw-Hill 2007
(englisch)
Inhalt: Um die Wachstumsmaschine anzuwerfen wird ein 7-stufiger Prozess vorgeschlagen: Synthesize, Strategize, Sozialize, Supervise, Synchronize, Spezialize, Systemize. Das Verhalten einer Organisation lässt sich an Hand eines Genoms - des Innovation Genoms erklären. Ähnlich dem aus der Biologie bekannten Genen enthält das Innovation Genom angeblich alle Informationen.
Bewertung: Es ist eines der vielen Management Bücher die suggerieren, falls man die Zutaten und das Backrezept strikt befolgt wird alles gut werden. Der Prozess hat Konzeptcharekter und ist kaum überzeugend.
Gesamtwert: 2
5
Kelley,T.:
Das IDEO Innovationsbuch:
Wie Unternehmen auf neue Ideen kommen.
Econ Verlag 2002
(deutsch)
Inhalt: Das Buch ist eine Sammlung guter Hinweise, um die Innovationskraft zu steigern. IDEO ist eine Designfirma die sich durch einen hohen Grad an Kreativität auszeichnet. Innovation wird vor allem als Problemlösen vorzugsweise durch Design interpretiert.
Bewertung: Der systematische und durchorganisierte Innovationsprozess, den der Gründer der Firma IDEO hier beschreibt wird als wichtigster Grund für den Erfolg des Unternehmens IDEO gesehen. Etwas wirklich überraschendes ist nicht mal dabei, aber IDEO ist wohl recht konsequent in der Umsetzung. Das Buch ist besonders für Problemlöser empfehlenswert.
Gesamtwert: 4
4
Le Corre,A.;Mischke,G.:
The Innovation Game: A New Approach to Innovation Management and R&D
Springer Science & Media 2005
(englisch)
Inhalt: Der Innovationsprozess wird aus der Perspektive der Steuerung / Finanzcontrolling betrachtet. Mit dem entwickelten und vorgestellten Filter soll es möglich sein, riskante Investments zu managen.
Bewertung: Die Darstellung ist auf so abstraktem Level, dass es ohne praktischen Nutzen ist. Das Modell ist eine akademische Übung ohne praktischen Bezug. Schon die zu grunde liegende Annahme, aus statistisch bewerteten Daten das Risiko für anstehende Investments beurteilen zu können ist falsch.
Gesamtwert: 1
3
Bean, R.; Radford, R.W.:
The Business of Innovation: Managing the Corporate Imagination for Maximum Results
Amacom 2001
(englisch)
Inhalt: Innovation Management wird als System modelliert. Der Systemansatz unterscheidet vier Teilsysteme
Bewertung: Der Titel ist wie so oft bei amerikanischen Ausgaben sehr viel versprechend. Obwohl die Struktur des Innovation Management Systems von Bedeutung ist, trifft es nicht den Kern der Sache, das System zu ändern.
Es ist alles irgendwie richtig aber eben kaum neue Erkenntnisse!
Gesamtwert: 2
2
Chesbrough, Henry W.:
Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology
McGraw-Hill 2006
(englisch)
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend.
Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets.
Gesamtwert: 2
1
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail
McGraw-Hill 1997
(englisch)
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4
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Technologiemanagement

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Technologie-getriebene Überlegungen / Technologiestrategien / Anwendungsorientierte Forschung u.a.

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
10
Tschirky,H.; Jung, H.-H.; Savioz, P. (Hrsg.):
Technology and Innovation Management on the move:
From managing technology to managing innovation-driven enterprises.
Verlag Industrielle Organisation 2003
(englisch)
Inhalt: Der Inhalt gliedert sich in 17 Kapitel, die zu drei Abschnitte gruppiert wurden. Die Kernbotschaft des Buches ist vermutlich, dass aus dem reinen Technologiemanagement nun Innovationsmanagement wird. Die Übergänge sind fliessend und die Darstellung orientiert sich am Innovationsprozess.
Bewertung: Zu Beginn recht vielversprechend. Es wird dargelegt, dass die traditionellen Managementmethoden mit dem rasanten Technologiewandel überfordert sind. Die vorgeschlagenen Wege aus dem Dilemma sind hingegen sehr traditionell. Positiv sind die vielen Abbildungen, die das Verständnis erheblich verbessern (auch wenn einige doppelt sind). Die Ansicht, dass erfolgreiches Innovations- oder Technologiemanagement lediglich eine Frage der richtigen Systematisierung ist, ist zwar noch verbreitet aber inzwischen überholt. Zu den wirklichen Problemen im Umgang mit Innovationen dringt das Buch nur teilweise vor.
Gesamtwert: 3
9
Arthur, W. B. :
The Nature of Technology:
What it is and how it evolves.
Free Press 2009
(englisch)
Inhalt: Technologien entstehen nicht einfach so. Es gibt eine zugrunde liegende Logik, die der Autor vorstellt und zu einer Theorie weiterentwickelt. Er geht der Frage nach, was genau ist es, was zu neuen Technologien führt. Wo die meisten Innovationsratgeber allgemein von Ideen sprechen und es im Wesentlichen um die Auswahl der attraktivsten Ideen geht, geht Arthur einen Schritt weiter. Er traut sich zu fragen, wie die ersten Schritte von Innovationen entstehen und vermeidet aber, in die Kreativitätstechnik-Schiene abzugleiten.
Bewertung: Eine intelligente Analyse der vielfältigen Wege der Technologie-Evolution. Jeder Innovationsmanager kann hiervon lernen. Arthur schreibt sehr verständlich und lässt Raum für eigene Gedanken. Ein Geheimtipp!
Gesamtwert: 5
8
Verburg, R.M.; Ortt, R.;
Dicke, W.M.: :

Managing Technology and Innovationen: An Introduction
Routledge 2006
(englisch)
Inhalt: Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte / 18 Kapitel und beginnt thematisch mit gesellschaftlichen Perspektiven, greift dann die organisatorischen Aspekte auf und widmet sich letztlich ‚Dilemmas and Strategies'. Nicht immer gelingt es Editoren ja, bei Beiträgen von mehreren Autoren das Thema widerspruchsfrei und auf gleichbleibend hohem Niveau zu behandeln. Verburg / Ortt und Dicke schaffen das jedoch in beeindruckender Weise. Man muss nicht mit allem einverstanden sein und es bleibt Raum für eine eigene Meinung – vor allem durch die Diskussionen der pros / cons bei vielen Theorien und Modellen (Bsp.: Kap. 7 Diskussion der S-Kurven Theorie).
Bewertung: Der Untertitel des Buches lautet: ‚An Introduction'. Das ist weit untertrieben. Es werden viele Themen sehr tiefgründig behandelt und es ist eine Freude zu sehen, dass es zum Thema ‚Innovation' nicht nur Oberflächenerwärmung gibt.
Dass Holland und allen voran die Delft Universität führend in der Innovationsforschung ist, verwundert nicht. Das Buch jedenfalls hinterlässt den Eindruck, dass sie einfach einen Schritt weiter sind und Innovationen nicht auf Risikomanagement, Patente zählen und Kreativitätstechniken reduzieren.
Gesamtwert: 5
7
Day, G.S.; Shoemaker, P.J.H.:
Wharton on Emerging Technologies :
John Wiley & Sons 2004
(englisch)
Inhalt: Sich neu entwickelnde Technologien (emerging technologies) unterscheiden sich durch den hohen Grad an Unsicherheit von bestehenden Technologien. Unklare Kundenwünsche, unbestimmte Marktpotentiale, die Trägheit bestehender Organisationen aber auch die technologische Unausgereiftheit zwingen Manager zu Entscheidungen mit nur sehr wenig verfügbaren Informationen. Die Autoren stellen sich dieser Herausforderung. Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert: Bewertung von Technologien, Märkte für neue Technologien, Strategieentwicklung, Investitionen und die Anforderungen an die Organisation.
Bewertung: Mit den Ausführungen treffen die Autoren den Kern des Paradoxons von Umbruchtechnologien. Ausgezeichnet. Und in der Gestaltung, Struktur und Überzeugung sehr empfehlenswert.
Gesamtwert: 5
6
Leifer, R.; McDermott, C.M.; O'Conner, G.C.; Peters, L.S.; Rice, M.; Veryzer, R.W. :
Radical Innovation:
How mature Companies can outsmart Upstarts.
Harvard Business School Press 2000
(englisch)
Inhalt: Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat das Autoren-Team zwölf Projekte radikaler Innovationen in 10 Unternehmen begleitet. In dem Buch wird über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in den Organisationen berichtet aber auch von der Bedeutung der radikalen Innovationen für den wirtschaftlichen Erfolg. Inkrementelle Innovationen im Gegensatz stellen keinen Wettbewerbsvorteil dar. Große Unternehmen im Besonderen werden in sich einem verändernden Wettbewerbsumfeld häufig von neu gegründeten Unternehmen attakiert und können dem wenig entgegensetzen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Buches ist, dass radikale Innovationen im Wesentlichen von individueller Initiative abhängig ist und es relativ wenig zu systematisieren gibt (S. 157) Für Großunternehmen bedeutet das in erster Linie, Innovationen nicht als eine Management-Routine zu verstehen sondern innovative Freigeister zu kultivieren.
Bewertung: Das Buch ist eine Überraschung, da üblicherweise solche ‚How to…' Untertitel als Ratgeber mit fünf Punkte Plan enden (wobei ein Punkt dann in etwa beinhaltet ‚Die Innovationskultur muss verbessert werden'). Hier geht es zur Sache! Innovation Manager von Großunternehmen, die sich wundern, wieso nur inkrementelle Innovationen entstehen, sollten das Buch lesen.
Gesamtwert: 5
5
Standage, T.:
The Future of Technology
The Economist 2005
(englisch)
Inhalt: Das Buch enthält eine Zusammenstellung von Artikeln die in The Economist erschienen sind. In drei Teilen werden technologische Entwicklungen analysiert und über zukünftige Entwicklungen wird nachgedacht: IT, Consumer Electronics und 'The next big thing'
Bewertung: Viele Gute Ansätze und gute Erläuterungen. Die Ausblicke in die Zukunft sind aber entweder schon überholt (z.B. der ganze Wasserstoff-Hype im 3. Teil oder Wi-Max im 2.Teil) oder schon Gegenwart (Gaming) oder fehlen einfach (green technology, E-Car). Viel Technology - wenig Future.
Gesamtwert: 3
4
Linstone, Harold.A:
Decision Making for Technology Executives
Using Multiple Perspectives to Improve Performance.
Artech House 1999
(englisch)
Inhalt: Es besteht ein 'Gap' zwischen der Analyse der Situation und der folgenden Entscheidung - so Emeritus Linstone. Aufbauend auf dieser These und der Diskussion der üblichen Vorgehensweise und deren Limitierungen entwickelt der Autor ein auf multiplen Perspektiven (Technik-Organisation-Persönlich) beruhendes Vorgehen. Die Bedeutung für die Technologievorausschau und -planung wird anschließend erörtert.
Bewertung: Ein interessanter Ansatz der die üblichen Technologieanalysen und Technologieplanungen in einem größeren Zusammenhang sehen möchte. Nur einige Beispiele sind zum Teil verwirrend denn erklärend.
Gesamtwert: 4
3
Möhrle, M.G: Isenmann,R.:
Technologie-Roadmapping
Zukunftsstrategien für Technologieunternehmen
Springer Verlag 2007
(deutsch)
Inhalt: Der Inhalt gliedert sich in fünf Abschnitte: Inhaltliche Orientierung, Kernwerkzeuge, Integration, Kundenperspektive und Anwendungsbeispiele. Die Grundlagen von Technologie-Roadmaps werden in der Einleitung recht knapp dargestellt.
Bewertung: Was dem Buch fehlt, ist der rote Faden. Es ist eine Sammlung von zum Teil interessanten Artikeln verschiedener Autoren. Die inhaltlichen Breite (Systems Dynamik, Delphi, TRIZ uvw) geht jedoch eindeutig zu Lasten der Tiefe . Für den Leser bleibt die nicht ganz leichte Aufgabe, sich selber aus den vielen (sich teilweise widersprechenden) Ansichten und Perspektiven eine konsolidierte Meinung zum Thema zu bilden.
Gesamtwert: 3
2
Betz, Frederick:
Managing Technological Innovation
John Wiley & Sons Inc 1997
(englisch)
Inhalt: Von allem irgendwie ein bisschen: Prozesse, Enterprise, Technologie Strategie (= 'Kombination von Antizipierung und Planung des Technologischen Wandels' S.173 ?), R&D und Integration u.a., jedoch ohne Besonderheiten
Bewertung: Es ist Vieles richtig (die Innovations-Logik ist anzuzweifeln!) aber wenig Nützliches. Das Kapitel 11 (Technology Forecasting & Planning) ist spannend, das Monsanto-Fallbeispiel für 'Green-Technology' jedoch ein Fehlgriff.
Gesamtwert: 2
1
Foster, Richard N.:
Innovation: Die technologische Offensive
Moderne Industrie 2006
(deutsch)
Inhalt: Das Buch zeigt an vielen Beispielen, wie Unternehmen von technologischen Entwicklungen überrollt wurden. Es könnte Vorläufer zu ‚Innovators Dilemma' sein.
Bewertung: Sehr kluge Aussagen zum Markt, zu Patenten, zur Strategie u.a. und Darstellung der Zusammenhänge zwischen Unternehmererfolg und Innovationskraft eines Unternehmens.
Gesamtwert: 4
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Innovation-Praxis

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Erfahrungen zum Thema Innovationen von Praktikern und Anwendern

Autor - Titel - Verlag

Bewertung (max. 5) Link
19
Birkenmeier, B. / Brodbeck, H.:
Wunderwaffe Innovation.
Was Unternehmen unschlagbar macht - ein Ratgeber für Praktiker..
Orell-Füssli 2010
(deutsch)
Inhalt: Die Autoren reduzieren das Innovationsmanagement auf fünf Stellschrauben. Diese entsprechend eingstellt sei eine Garantie für Innovationserfolg. Dieses Modell ist recht hilfreich beim Verständnis von Innovationen. Im Buch werden die Stellschrauben dann im Detail behandelt, wobei es meistens recht allgemein bleibt. Beispielsweise sind die Maßnahmen zur Stellschraube Innovationskultur auf 12 Seiten dargestellt (ua. Förderung der Eigeninitiative und Messung des Erfolgs !).
Bewertung: Das Buch ist ein guter Einstieg aber eben nur die Spitze des Eisberges und insofern kann man es vor allem Innovationsneulingen empfehlen. Das, was Innovationen so spannend und komplex macht, fehlt aber in dem Ratgeber.Verwirrend ist die Matrix auf S. 101. Hier steht Risiko / Risiko. Die Achsenbeschriftung soll wahrscheinlich Risiko / Attraktivität heißen ?!
Gesamtwert: 3
18
Deckert, C.:
Anleitung zum Uninnovativsein
Ratgeber Innovation.
BoD 2009
(deutsch)
Inhalt: Obwohl der Titel zum Uninnovativsein auffordert, möchte das Buch natürlich das Gegenteil – und zwar in Form einer Kampfschrift.
Bewertung: Mit viel Passion geschrieben widmet sich der Autor den vielen Dingen in Organisationen, die Innovationen (und Inventionen) verhindern. Den Trick kennt man von Paul Watzlawick (Anleitung zum Unglücklichsein, 1983) oder aus neuerer Zeit von Gunther Dueck (Lean Brain Management, 2006). Manchmal muss man eben die Perspektive wechseln um zwischen den mantraartig vorgetragenen Ratschlägen überhaupt Gehör zu finden. Das ist gut, das ist innovativ. Es liest sich überwiegend gut und flüssig und man spürt die Leidenschaft für Innovationen. Der Autor ist Praktiker und weiß wovon er redet. Es gibt offenbar viel zu verbessern. Schade nur, dass die Sprünge zwischen Ratschlag und Ironie recht fließend sind und oftmals zum wiederholten Lesen zwingen. Leider tendiert der Autor auch zu Vereinfachungen, die die richtige Einschätzung im Nachwort (Innovationen sind kein Selbstläufer, sondern harte Arbeit und dazu noch äußerst riskant, S.114) aufweichen, bspw. Abb 3. (InnoKreis) und Abb. 4 (KVP-Rad). Das Buch ist jedem Praktiker zu empfehlen, der kluge Ratschläge und Inspirationen für Innovationen und Erneuerungen sucht.
Gesamtwert: 4
17
Millier, P.:
Auf dem Prüfstand
Die 30 gängigsten Marketing - und Managementprinzipien.
Finanzbuchverlag 2008
(deutsch)
Inhalt: In 11 Kapiteln werden Mythen aus Marketing, Innovationsmanagement und Projektmanagement behandelt.
Bewertung: Die Grundidee des Buches ist genial: kritisches hinterfragen der weit verbreiteten und fast gesetzmäßig geltenden Praktiken und Methoden. Die Umsetzung gelingt jedoch nur teilweise. Zum einen ist die Übersetzung etwas holprig und zum anderen sind die Abbildungen nicht immer gelungen (in welcher Weise passt Abb 1.7 zum Text und was ist die Aussage?). Der Autor meint es gut und man möchte seinen Argumenten folgen. Das ist aber nicht immer einfach und er verliert sich oft in Details oder ist nicht verständlich. Sätze wie bsp „Seltsamerweise neigt der desorientierte Innovator dazu, eine Zufallsauswahl zu treffen und unter den gefährlichsten Formen des Zufalls findet sich der Wunsch eines Kunden.“ Helfen nicht, dieses spannende aber auch diffuse Thema besser zu verstehen.
Gesamtwert: 3
16
Buderi, R.:
Engines of Tomorrow
How the world's best companies are using their research labs to win the future.
Simon&Schuster 2000
(englisch)
Inhalt: Zentrale Forschungs-Labore waren in der Vergangenheit die Quelle vieler Innovationen. Einige Sparrunden und Wirtschaftskrisen setzten sie in den letzten 3 Jahrzehnten zunehmend unter Druck. Im Zuge der verstärkten Effizienzbemühungen wurden aus den R&D Abteilungen (Research & Development) im Wesentlichen Entwicklungsabteilung (also wesentlich mehr D als R) mit Forschung als Randthema (<5% des R&D Budgets). Die Entwicklung ist dramatisch, trotzdem sieht Buderi in zentralen Labs mehr Vorteile als Nachteile. „… invariably it is the research side that lights the way into the future.“ (S.20). Der Inhalt ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil werden allgemeine Themen zur industiellen Innovation behandelt. Der zweite Teil beschreibt und diskutiert ausführlich die R&D Abteilungen von IBM, Siemens und NEC. Im dritten Teil werden paarweise GE mit Bell Labs, Xerox mit HP und Intel mit Microsoft verglichen
Bewertung: R&D Manager und Innovationsmanager werden hier viele Anregungen finden für die Organisation und das Management ihrer R&D Abteilung. Positiv fällt auf, dass Buderi nicht auf einen richtigen Weg ausgerichtet ist („There is no single formula.“; S.18) und viele Möglichkeiten für Erfolg sieht. Leider geraten einige Passagen recht langatmig. Besonders bei Siemens fällt auf, dass alle im Buch behandelten, fortschrittlichen Themen (Halbleiter, Computer und Telekommunikation) nicht mehr zum Siemensgeschäft gehören. Das macht nachdenklich. Man folgt gerne den Argumenten des Autors aber offensichtlich zeigen die Probleme – nicht nur bei Siemens (Bell-Labs / Lucent gibt es eigenständig nicht mehr, PARC gehört auch nicht mehr zu Xerox usw) – dass entweder die Organisationsformen mit den industriellen Entwicklungen nicht Schritt halten oder die Abkehr von der Forschung ihren Tribut fordert.
Gesamtwert: 3
15
Jarvis, J.:
Was würde Google tun?
Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert .
Heyne Verlag 2009
(deutsch)
Inhalt: In erster Linie ist Google eine Innovationsmaschine und folgt strikt dem Prinzip, dem Kunde nichts aufzuschwatzen sondern alles zu tun, damit es für ihn besser und einfacher wird. Der Kunde wird zum Partner. Was recht simple klingt, erläutert der Autor an 30 Beispielen. Auch wenn deutlicher wird, was Google tun würde, so wird auch klar, dass ein einfaches kopieren fast ausgeschlossen ist.
Bewertung: Dass der Autor ein Google-Fan ist, merkt man schon auf den ersten Seiten. Aber das schadet dem guten Eindruck in keiner Weise. Im Gegenteil, es inspiriert und steckt an. Nur manchmal schießt der Autor etwas über das Ziel hinaus. Durch die vielen Informationen über das Unternehmen wird das Phänomen Google weniger geheimnisvoll, aber eine Philosophie - so wie vom Autor bisweilen angedacht - wird es sicher nicht. Eine Fülle von Einsichten und jede Menge zu lernen und viel Raum zum weiterdenken.
Gesamtwert: 5
14
Sutton, R.I.:
Weird Ideas that Work
How to build a Creative Company.
Free Press 2002
(englisch)
Inhalt: Es geht um 11,5 verrückte Ideen, die die Innovationskraft und die Kreativität eines Unternehmens steigern sollen.
Bewertung: Die Erklärung im ersten Teil, warum es so schwierig ist, vor allem für erfolgreiche Unternehmen innovativ und kreativ zu bleiben, ist recht überzeugend. Im zweiten Teil werden die verrückten Ideen im Detail diskutiert. Jede Idee steht für sich, nicht alle sind jedoch besonders originell und so richtig verrückt im Sinne von ungewöhnlich sind sie auch nicht. Die Anerkennung von Erfolg und Misserfolg (im Sinne der Innovation) und die Bestrafung von Nichtstun sollte so z.B. selbstverständlich sein (Idee 6) Einige Ideen widersprechen sich auch: Idee 9 und Idee 5 bspw.. Das unterstreicht jedoch nur eindrucksvoll, wie schwierig tatsächlich die Aufgabe ist und das es eben keinen Maßnahmenkatalog gibt, um die Kreativität und Innovationskraft zu steigern. Der Nutzen des Buches liegt vor allem darin, Anregungen für die unternehmerische Praxis mitzunehmen, angewendete Routinen zu hinterfragen und das große Verbesserungspotential zu erkennen. Imteressierte aus dem Unternehmensumfeld, die die Innovationsfähigkeiten verbessern wollen, werden hier in jedem Fall fündig.
Gesamtwert: 4
13
Grulke, W; Silber, G.:
Lessons in Radical Innovation
Out of the box - straight to the bottom line..
Prentice Hall 2002
(englisch)
Inhalt: Radikale Innovationen stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Anhand von Fallbeispielen werden jede Menge Weisheiten im Umgang mit radikalen Innovationen gegeben.
Bewertung: Es ist ein Versuch, dass äußerst schwierige Thema ‘radikale Innovationen’ zu untersuchen bzw. Lehren und Erfahrungen auf dem Gebiet zu vermitteln. Es sind zwar viele kluge Aussagen und Hinweise gerade im Umgang mit der Radikalität, aber es gleicht der Quadratur des Kreises. Der Autor schreibt zu Beginn „There is no guaranteed blueprint that can turn your successful business into an innovative business.” (S.X) und der Rest des Buches ist der Versuch genau solch einen Masterplan zu entwickeln. Viele richtige Dinge und gute Erklärungen aber wenig zu lernen. Die Gestaltung des Buches könnte man innovativ nennen. Wichtige Dinge sind in riesiger Schrift gedruckt und fast jede zweite Seite ist leer (für Notizen). Traditionell gestaltet wäre das Buch nur halb so dick.
Gesamtwert: 3
12
Morris, L. :
Permanent Innovation: The Definite Guide to the Principles, Strategies, and Methods of Successful Innovators..
Innovation Academy 2006
(englisch)
Inhalt: Ein Innovations-Ratgeber der Extraklasse. Der Text ist in vier Teile gegliedert: Grundlagen, Methode für permanente Innovationen, Kultur und Infrastruktur und Aktionsplan. Kern des Buches ist das Dilemma: “The concept of permanence implies stability and the absence of change, while the concept of innovation implies constancy of change and novelty.” (S. 1)
Bewertung: Ein außergewöhnliches Buch. In der Erwartung einen weiteren der üblichen Innovations-Ratgeber in der Hand zu halten, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Man merkt sofort, dass der Autor sehr erfahren ist und sehr viel zum Thema zu sagen hat. ‚Permanent Innovation' bezieht sich auf das Bestreben, kontinuierlich mit Innovationen das Wachstum des Unternehmens voran zu treiben. Innovationen sind eine ständige Herausforderung für Unternehmen und Morris zeigt eindrucksvoll, dass viele Firmen eher innovationsfeindlich agieren. Ein Ratgeber mit vielen Erkenntnissen.
Gesamtwert: 5
11
Silverstein,D.; Samuel, P.; Decarlo, N. :
The Innovator's Toolkit : 50+ Techniques for Predictable and Sustainable Organic Growth.
Wiley, John Wiley &Son 2009
(englisch)
Inhalt: Im ‚The innovators toolkit' werden 55 Techniken bzw. Instrumente vorgestellt und beschrieben, die im Umgang mit Innovationen von Nutzen sein könnten. Die Autoren haben die Werkzeuge auf vier Blöcke aufgeteilt:
1. Definieren der Möglichkeiten (11)
2. Entdecken der Ideen (18)
3. Entwickeln der Lösung (13)
4. Darstellung der Innovation (13)
Bewertung: Im Gegensatz zu vielen existierenden Ratgebern zum Thema Innovation, stellt diese Toolbox eine echte Bereicherung dar. Es sind eine Reihe nützlicher Werkzeuge dargestellt. Bei einigen jedoch kommt man ins grübeln. So zählt ‚Piloting' als Instrument, mit dem Hinweis, man solle ein funktionsfähiges Modell von dem neuen Service oder Produkt herstellen und dann perfektionieren. Unter ‚Werkzeug 55' wird der ‚Control plan' vorgestellt: Sicherstellung, dass die neue Lösung wie geplant kommerzialisiert wird. Wenn solche Selbstverständlichkeiten und Hoffnungen als Werkzeuge bezeichnet werden, wirkt das naiv.Weiterhin hat man beim Lesen das Gefühl, dass die Autoren der Illusion unterliegen, wenn man nur das richtige Werkeug zur Hand hat und es richtig einsetzt, kann man jegliche Unsicherheitsaspekte eliminieren. Das ist jedoch ein Trugschluß! Innovationen ‚predictable' zu machen – so wie schon in der Überschrift angekündigt – ist ein Versprechen, dass auch dieses Buch nicht halten kann. Dennoch zum Lesen empfehlenswert, vor allem für Methodenfreunde.
Gesamtwert: 3
10
Scholtissek.S :
Die Magie der Innovation: Erfolgsgeschichte von Audi bis Zara.
MI-Verlag 2009
(deutsch)
Inhalt: Es werden Produkt-, Prozess-, Marketing-, Service-, Geschäftsmodell- und Organisationsinnovationen behandelt und in verschiedenen Kombinationen werden Erfolgsgeschichten vorgestellt (bis auf Whole Foods: ‚Wie die Edel-Ökokette mit ihrem einstmals innovativen Geschäftsmodell ins Trudeln gerät.' ) Ein Kapitel wird dem Management von Innovationen und den Erfolgsfaktoren gewidmet und im letzten Kapitel geht es um die Zukunft – Innovationen der Zukunft und Zukunft der Innovationen.
Bewertung: Die Darstellung mag, falls man es nicht schon kennt, tatsächlich recht beeindruckend und inspirierend sein. Mit der guten grafischen Gestaltung ist es ein nettes Innovationsmärchenbuch und vermittelt den Eindruck der heilen Innovationswelt. Irgendwie scheint alles wie mit Perwoll gewaschen, selbst der Lebenslauf des Autors ist sehr stringent und wie er selber betont ‚konsequent'. Konsequenterweise sollte er nun innovativer Unternehmer werden. Ein ganzheitliches Verständnis des Phänomens ‚Innovation' – so wie im Vorwort angekündigt – sollte man jedoch nicht erwarten.
Gesamtwert: 3
9
Nippa, M.; Engel, K. :
Innovationsmanagement: Von der Idee zum erfolgreichen Produkt.
Physica-Verlag 2009
(deutsch)
Inhalt: Das Buch liefert viele Ansichten und Einsichten, der rote Faden – und damit die Kernbotschaft - fehlt jedoch. Eine sehr gemischte Zusammenstellung und die Beiträge sind von recht unterschiedlichem Wert.
Bewertung: Höchster Wert: Kapitel: 2 (4/5), niedrigster Wert : Kapitel 3 (1/5). Die anderen liegen dazwischen. Auffällig ist, dass in mehreren Kapiteln eine Definitionen vom Begriff ‚Innovation' gegeben wird – aber immer eine andere. Entsetzt war ich, wie wenig risikofreudig und damit innovativ die beiden Automobilhersteller sind. Im Innovationsumfeld zum NICHTS-tun aufzurufen, finde ich ziemlich unpassend. („Nichts (…) zu tun ist unter diesen Umständen die beste Strategie.“ (S.42)) Wohlwissend, dass man nicht alles Wissen kann. Die Abbildung 4.4. (S.73) verdeutlicht das noch: nur wenn Markt- und Technologierisiko minimal sind, wird das Innovationsprojekt weiter verfolgt. Das ist eine Innovations-Vermeidungs-Strategie! Wenn das tatsächlich so ist, braucht man wohl von den deutschen Automobilbauern keine radikalen Innovationen mehr erwarten.
Gesamtwert: 3
8
Wenz, R.-C. :
Die Innovationsmaschine : Wie die weltbesten Unternehmen Innovationen managen.
Springer Verlag 2008
(deutsch)
Inhalt: Wie in vielen Innovationsbüchern wird über Innovationsmanagement, Strategie, Kultur, Markt, Kunde, Teams und Kultur referiert. Positiv sind die vielen Beispiele – zwar auch größtenteils sehr bekannt- von bekannten Firmen zur Illustration.
Bewertung: Mit der Grundannahme, erfolgreiche Innovationen sind lediglich eine Frage des richtigen Managements, der Erfahrung und der Tools richtet sich das Buch an Manager. Innovationen zu managen ist ein vielschichtiges und komplexes Thema. Allein aus der Manager-Perspektive zu berichten geht am Thema vorbei bzw. trifft den Kern des Dilemmas nicht.
Gesamtwert: 3
7
Berkun,S.:
The Myths of Innovation
O'Reilly 2007
(englisch)
Inhalt: Das Thema Innovation wird von allen möglichen Seiten beleuchtet und dabei versucht der Autor, bestehende Mythen zu identifizieren und bescchreibt einige auch eindrucksvoll. Beispielsweise schildert er sehr ausführlich die weit verbreitete Annahme, dass es eine - DIE - Methode gibt, um zu erfolgreichen Innovationen zu kommen. Sehr gelungen!
Bewertung: Die Beschreibung des Zustandes ist durchaus gelungen, viele Beispiele und Zitate (Steve Jobs) frischen das Buch auf. Anhaltspunkte für Verbesserungen sucht man jedoch vergeblich.
Gesamtwert: 3
6
Stefik, M.; Stefik, B.:
Breakthrough: Stories and Strategies of Radical Innovation
MIT Press 2004
(englisch)
Inhalt: Einerseits enthält das Buch viele interessante Ideen, andererseits ist Einiges wenig durchdacht. Der erste Teil bis etwa Kapitel 6 ist spannend geschrieben. Viele Geschichten, Beispiel und Grafiken helfen beim Verständnis. Das Pasteur Modell ist ein interessantes Schema (S.42). Der zweite Teil ist dagegen sehr dünn. Die Auflistung der Obstakels ist tatsächlich nur eine Auflistung.
Bewertung: Wenn es spannend wird, endet das Buch! Die Fragen „Was ist möglich?“ und „Was wird verlangt?“ sind lediglich eine andere Formulierung für die weit verbreiteten Bezeichnungen push und pull . Die Verknüpfung mit dem Reifemodell ist zu einfach, um hilfreich zu sein, teilweise widersprüchlich und auch falsch.
Gesamtwert: 3
5
Lester, R.K.; Piore, M.J.:
Innovation: The Missing Dimension
Harvard University Press 2004
(englisch)
Inhalt: Die These des Buches ist, dass fehlenden Dimensionen Analyse und Interpretation bzw. die Verbindung dieser für Innovationen notwendigen Prozesse zu Problemen führt. Entscheidend ist die Balance-so der Autor.
Bewertung: Gut gelungen ist die Beschreibung der Probleme. Beispielsweise das Phänomen 'Voice of the customer' oder der Automatismus, Probleme lösen zu wollen.
Die Lösungsansätze beziehen sich auf die USA und verdichten sich zu 'Verstärkung der interpretativen Kapazität'.
Gesamtwert: 3
4
George, M.L.; Works, J.;Watson-Hemphill, K.:
Fast Innovation: Achieving Superior Differentiation, Speed to Market, and Increased Profitability
McGraw-Hill 2005
(englisch)
Inhalt: Das Buch versucht zu erklären, wie man schneller - um bis zu 80% - zu Innovationen kommt. Der erste Teil ist recht allgemein, der zweite Teil beschreibt die Innovationsmaschine.
Bewertung: Ein typische amerikanisches Management Buch. Es wird viel versprochen aber mehr als banale Hinweise gibt es dann nicht. Auch wenn man das System 'Innovation Engine' nennt, wird es nicht besser oder schneller. Auch sich nur auf die besten 20% der Innovationen zu konzentrieren ist naiv.
Gesamtwert: 1
3
O'Conner, G.C.; Leifer, R.; Paulson, A.S.; Peters, L.S.:
Grabbing Lightning. Building a Capability for Breakthrough Innovation.
Jossey Bass 2008
(englisch)
Inhalt: Warum tun sich etablierte Firmen so schwer mit Durchbruchinnovationen? Das Buch versucht, darauf Antworten zu geben. Neben einer umfangreichen Analyse gibt es auch zahlreiche Hinweise und Vorschläge zur Verbesserung (bspw. die DNA)
Bewertung: Ob jetzt 'Open Innovation' tatsächlich hilft bei Durchbruchinnovationen sei dahin gestellt. Trotzdem empehlenswert für Innovatoren, da nicht so getan wird als sei mit einem Innovationsprozess das meiste getan. Innovationen sind schwierig.
Gesamtwert: 4
2
Christensen, C.M.:
The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail.
McGraw-Hill 1997
(englisch)
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue.
Bewertung: Exzellentes Buch! Auch nach über 10 Jahren noch aktuell. Erfolg macht blind für radikale Innovationen!
Die Beobachtung ist sehr gut, die abgeleiteten Muster etwas zu abstrakt und die Empfehlungen dünn.
Gesamtwert: 4
1
Prince, R. M.:
The Eye for Innovation: Recognizing Possibilities and Managing the Creative Enterprice.
Yale University Press 2005
(englisch)
Inhalt: Das Buch ist im Prinzip die Geschichte der Computerfirma Control Data Corporation. Die Firma wurde 1957 von Wiliam C. Norris gegründet und ist dafür bekannt den ersten vollwertigen Supercomputer auf Transistorbasis zu entwickeln. Die Firma existierte bis 1992.
Bewertung: So wie die Firma Control Data Corporation Geschichte ist, so ist auch das Buch veraltet. Langatmig und auch noch unsystematisch berichtet der Autor von goldenen Zeiten und in den siebziger Jahren wäre das Buch zeitgemäß gewesen. Nicht jeder der sich berufen fühlt, hat auch tatsächlich was zum Thema zu sagen.
Gesamtwert: 1
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