| Autor - Titel - Verlag | Bewertung (max. 5) | Link | |
15 |
Ettlie, J.E.: Managing Innovation. New Technology, New Products, and New Services in a Global Economy. Butterworth-Heinemann / Elsevier 2006 (englisch) |
Inhalt: Das Buch ist eine Sammlung von zahlreichen Konzepten, Theorien und Fallbeispielen zum Thema Innovationen. Die Zusammenstellung ist in 3 Abschnitte gegliedert (Grundlagen, Prozesse und Kontext). Der gelungenen Strukturierung auf Kapitelebene steht eine irgendwie beliebige Zusammenstellung innerhalb der Kapitel gegenüber. Das ist schade, da die angesprochenen Themen sehr spannend sind. durch die wahllose Zusammenstellung ist auch keine richtige Diskussion möglich. Beispielsweise widmet sich das Kapitel 2 (Theories of Innovation) den Innovationstheorien. Theorien zu Risiko, Veränderung, Evolution, Diffusion, Forecasting, S-Kurve usw. werden vorgestellt und beschrieben. Bewertung: Eine umfangreiche Darstellung zum Thema, sowohl in Breite auch in Tiefe. Was jedoch fehlt, sind die Diskussion und die Zusammenhänge. Dadurch bleibt es lediglich eine Sammlung. Gesamtwert: 3 |
|
14 |
Davilla, T.; Epstein, M.J.; Shelton,R.: Making Innovation Work How to Manage it, Measure it, and Profit from it . Wharton School Publishing 2006 (englisch) |
Inhalt: Die Autoren berufen sich auf ihr Wissen und ihre Erfahrung aus zahlreichen Beratungsprojekten. Diese Erkenntnisse haben sie zu einem Set von ‚Dos' and ‚Don'ts' verdichtet. In zehn Kapiteln werden viele gute Ratschläge zur Innovationsstrategie, Organisation und Management von Innovationen gegeben. Bewertung: Obwohl im Klappentext das Buch als ‚the first real solution' angepriesen wird, sollte man nicht in Euphorie verfallen. Es liegt ein typischer Ratgeber vor: Erst wird das Problem beschrieben - Unternehmen sind nicht innovativ genug und schaffen es nicht, Ideen in Wachstum zu transformieren. Dies gelingt hervorragend , es ist plausibel und überzeugend dargestellt und sicher in den meisten Fällen auch zutreffend. Dann wird ein neues System oder Modell vorgeschlagen – welches die Probleme selbstverständlich löst. Im Klappentext heisst es dazu: ‚It takes the mystery out of profitable growth'. Wie in den meisten Innovations-Ratgebern ist genau das der Schwachpunkt. Zu viele Selbstverständlichkeiten und Allgemeinheiten machen es zu Durchschnitt. Außer für absolute Innovations-Novizen gibt es nicht viel Neues. Kapitel 6 ('How to measure Innovation') ist Nonsense! Gesamtwert: 3 |
|
13 |
Gerpott, T.J.: Strategisches Technologie und Innovationsmanagement 2. Auflage . Schäffer-Pöschel 2005 (deutsch) |
Inhalt: Im Buch geht es um die ‚prinzipiellen betriebswirtschaftlichen Gestaltungsthemen des Technologie- und Innovationsmanagements mit eher langfristigen Charakter.' (S.13) Es wird eine Abgrenzung vom operativen hin zum strategischen mit der Betonung auf ‚proaktiv-planerisch, entscheidungsvorbereitender Fragen' angestrebt (S.13). Kapitel 2 erläutert Grundbegriffe und Zusammenhänge, im Kapitel 3 geht es um die Messung der Innovationstätigkeit, Kapitel 4 widmet sich der Umwelt- und Unternehmensanalyse und im letzten Kapitel geht es endlich und tatsächlich um strategische Fragen (von Technologiefeldern!). Bewertung: Innovationen werden in dem Buch rein aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive her betrachtet und das zum größten Teil noch analytisch (also rückwärts gerichtet) – und nur in Randbereichen strategisch (also vorwärts gerichtet). Es werden weitestgehend Idealbilder skizziert – so als ob man mit einer Entscheidungsbaumanalye bspw. langfristig F&E Projekte auswählen kann. In der Praxis liegen weder alle Informationen vor (Eintrittswahrscheinlichkeit!) noch werden die Unsicherheiten und Unbekannten berücksichtigt. Als Student sollte man von dem Buch nicht zuviel erwarten. Innovationen haben immer etwas mit Erneuerung und mit Ungewissheit zu tun. Das fehlt in dem Buch komplett. Die reine Verwaltung von Innovationen in einem Portfolio ist jedoch zu wenig für die Verbesserung der Wettbewerbsposition eines Unternehmens. Gesamtwert: 2 |
|
12 |
Roberts, E.B.(Edt.): Innovation Driving Product, Process and Market Change . Jossey-Bass 2002 (englisch) |
Inhalt: Das Buch ist eine Zusammenstellung von Artikeln, die im MIT Sloan Management Review erschienen sind. Es ist in drei Teile untergliedert: Innovating from the inside, Innovating with the outside and New dimensions for innovation. Bewertung: Wie so oft bei Büchern, die editiert sind und Artikel mehrerer Autoren enthalten entsteht ein eher heterogenes Bild mit recht unterschiedlich guten Artikeln. Im Kapitel 7 schlägt Quinn vor Innovationen outzusourcen. Das ist natürlich absurd. Das beschriebene Beispiel von der inzwischen bankrotten Firma Enron macht das recht deutlich. Das beste Kapitel ist das letzte von R.Sutton: ‚Weired Ideas that spark Innovation'. Er stellt exzellente Ideen vor, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und nicht nur drüber zu reden. Insgesamt durchschnittlich. Gesamtwert: 3 |
|
11 |
Peters, T.: The Circle of Innovation You can't shrink your way to greatness. Coronet Books 1997 (englisch) |
Inhalt: Die Idee des Buches ist einfach. Es gibt 15 Themen (‚biggish ideas') die jede für sich eine Einheit bilden und zusammen den Kreis der Innovation. Ein Thema ist bspw. die Marke ('Tommy Hilfiger knows'). Nichts Ungewöhnliches hier im Gegensatz zu dem Kapitel über Dezentralisierung. Hier wird dargestellt, warum eine dezentrale Organisationsstruktur sinnvoll aber in der Anwendung recht schwierig durchzusetzen ist. Auf diese Art und Weise werden weitere Themen im Zusammenhang mit Innovation diskutiert. Interessant ist, dass Innovationen dabei nie richtig im Kern berührt werden, weder eine Definition, noch Konzepte oder Prozesse. Alles dreht sich um Innovations-Randthemen. Bewertung: Ein recht ungewöhnliches und eigenwilliges Buch. Inhaltlich wirkt es fast wahllos zusammen gestellt. Spannende Themen und belanglose Themen wechseln sich ab. Das ganze Buch ist eine Aufforderung zur Innovation. Darin ist es auch sehr gut, obwohl die Erklärungen, Zitate und Beispiele sehr anekdotisch zusammengestellt sind. Wer sowas mag, wird begeistert sein, fundierte Erkenntnisse sollte man jedoch nicht erwarten. Die Darstellung ist schrill und ungewöhlich. Gesamtwert: 3 |
|
10 |
Goffin, K.; Herstatt,C.; Mitchell, R.: Innovationsmanagement Strategien und effektive Umsetzung von Innovationsprozessen mit dem Pentathlon-Prinzip. Finanzbuchverlag 2009 (deutsch) |
Inhalt: Mit den ca. 600 Seiten liegt ein recht umfangreiches Werk vor. In 10 Kapiteln werden verschiedene Aspekte des Innovationsmanagement untersucht. Fallstudien sollen den Bezug zur Praxis herstellen. Bewertung: Eine umfangreiche Darstellung zum Thema Innovation. Viele Methoden werden erläutert und im Zusammenhang dargestellt. Innovation ist keine eindimensionale Veranstaltung sondern ein zusammenhängender, vielschichtiger und komplexer Prozess. Gewünscht hätte ich mir öfter eine stärkere Bewertung statt bloßer Auflistung verschiedener Möglichkeiten (z.B. die Methoden zur Bewertung von Innovationen im Kap.6). Auch wenn das Pentathlon-Prinzip nicht überzeugt ist es ein sehr nützliches und wertvolles Buch. Sehr zu empfehlen für Praktiker. Gesamtwert: 4 |
|
9 |
Christensen, C.M.; Raynor.M.E.: The Innovator's Solution Creating and Sustaining Successful Growth Harvard Business School Press 2003 (englisch) |
Inhalt: Warum tun sich große Unternehmen so schwer mit disruptiven Innovationen? Das ist die zentrale Frage des Buches und die Autoren versuchen anhand von neun Teilfragen eine Lösung zu finden. Es baut sehr stark (zu stark) auf The Innovator's Dilemma auf. Bewertung: Anders als der Titel verspricht, liefert das Buch jedoch nicht DIE Lösung, eher sind es viele Denkanstösse und Überlegungen. Eine Lösung kann es nur individuell für jede Situation geben. Sehr gut sind die Beispiele von Unternehmen (Sony, IBM etc.). Der Schwachpunkt des Buches sind die Verallgemeinerungen. Beobachtete Phänomene werden schnell als allgemeingültig dargestellt. Das wirkt anektodisch und dadurch sinkt die Überzeugeungskraft entscheidend. Beispiel: 'Senior managers typically hire market research to quantify the size of opportunities rather than to understand the customer.' (S.89) Gesamtwert: 3 |
|
8 |
Vahs, D.; Burmester.R.: Innovationsmanagement von der Produktidee zur erfolgreichen Vermarktung Schäffer-Pöschel 2005 3.Auflage (deutsch) |
Inhalt: Das Buch behandelt die gesellschaftliche Bedeutung von Innovationen, die Grundlagen des Innovationsmanagements, Innovationsstrategien, Organisation, Kultur und vor allem die Innovationsprozesse. Auffällig ist der strenge Lehrbuchcharakter. Bewertung: Ein guter Eintstieg ins Thema. Es bleibt jedoch ein fader Beigeschmack, da nur Idealfälle beschrieben werden. Damit bleibt es leider nur ein typisches Lehrbuch, bei dem es darauf ankommt, dass man die Begrifflichkeiten 'Erläutern Sie die Dimensionen des Innovationserfolges!' (S.392) des Idealfalls kennt. Das sich Innovationen selten lehrbuch-mäßig realisieren lassen, sondern jede Menge Probleme hervorrufen, bleibt im ganzen Buch unerwähnt. Dadurch wirkt es etwas naiv. Gesamtwert: 3 |
|
7 |
Fagerberg, J.; Mowery, D.C.; Nelson, R.R.: The Oxford Handbook of Innovation. Oxford University Press 2005 (englisch) |
Inhalt: Das Handbuch ist eine Sammlung von Aufsätzen, die die drei Editoren in 22 Kapiteln auf vier Abschnitte verteilen: 1. Entstehung von Innovationen (‚Innovation in the making’) 2. Der Versuch der Systematisierung (‚The systemic Nature of Innovation’) 3. Die Verschiedenartigkeit von Innovationen (‚How Innovation Differs’) 4. Ökonomische Auswirkungen von Innovationen (‚Innovation and Economic Per-formance’) Bewertung: Es ist tatsächlich ein Handbuch. Ein breites Themenspektrum wird verarbeitet und zum Teil recht ausführlich. Empfehlenswert! Gesamtwert: 4 |
|
6 |
Strebel, H.(Hg.): Innovations-und Technologie-Management 2. Auflage facultas wuv UTB 2007 (deutsch) |
Inhalt:Das Buch gibt einen guten Überblick zum Thema 'Innovations- und Technologiemanagement'. Positiv fallen die gelungene Struktur (Grundlagen, Modelle, Systeme, Strategie, Projekte, Kreativität, Entwicklung und Netzwerke), die verständliche Darstellung und die durchweg guten Abbildungen auf. Wichtige Konzepte, Theorien und Modelle werden sehr gut erklärt (bspw. S-Kurvenmodell). Bewertung: Da das Buch Lehrbuchcharakter hat, ist wenig Neues zu erwarten. Dafür ist der aktuelle Stand gut dargestellt, jedoch fehlen neuere Konzepte und Ansätze. Die Erwähnung von 'Open Innovation' im Kapitel 8 hätte sich beispielsweise angeboten oder 'Lean Innovation', 'Lead user' usw. Dennoch sehr empfehlenswert! Gesamtwert: 4 |
|
5 |
Tidd, J.; Bessant, J.; Pavitt, K.: Managing Innovation. Integrating Technological, Market and Organizational Change. 2. Auflage John Wiley&Son 2001 (englisch) |
Inhalt: Das Buch behandelt eine Menge Aspekte des Innovationmanagements. Obwohl Kapitel 1 die Kernprobleme vom erfolgreichen Innovationsmanagement beschreibt, vermitteln die anderen 12 Kapitel den Eindruck der Einfachheit. Bewertung: Obwohl es einige Highlights hat, ist das Buch eine Enttäuschung. Zum Teil banal, zum Teil veraltet (Kap. 7 ), zum Teil sogar falsch (Bspw. S.89) hat es fast Kochbuch-Charakter. Als 'text for MBA and MSc' (Cover) halte ich es für ungeeignet. Gesamtwert: 3 |
|
4 |
George, M.L.; Works, J.;Watson-Hemphill, K.: Fast Innovation: Achieving Superior Differentiation, Speed to Market, and Increased Profitability McGraw-Hill 2005 (englisch) |
Inhalt: Das Buch versucht zu erklären, wie man schneller - um bis zu 80% - zu Innovationen kommt. Der erste Teil ist recht allgemein, der zweite Teil beschreibt die Innovationsmaschine. Bewertung: Ein typische amerikanisches Management Buch. Es wird viel versprochen aber mehr als banale Hinweise gibt es dann nicht. Auch wenn man das System 'Innovation Engine' nennt, wird es nicht besser oder schneller. Auch sich nur auf die besten 20% der Innovationen zu konzentrieren ist naiv. Gesamtwert: 1 |
|
3 |
Chesbrough, Henry W.: Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology McGraw-Hill 2006 (englisch) |
Inhalt: Es wird argumentiert, dass Unternehmen unmöglich alle Technologien und Entwicklungen verfolgen und die Forschung intern und autark betreiben können. Externe Wissensquellen sind gefragt und entsprechende Netzwerke zur sinnvollen Nutzung aller Quellen für Innovationen sind entscheidend. Bewertung: Der Ansatz stimmt, ist aber nicht neu. Innovationen entstehen immer aus der Kombination von internen und externen Impulsen. Das Konzept wird Unternehmen insofern nicht wirklich helfen, die eigene Innovationskraft zu steigern. Lediglich der Begriff 'Open Innovation' ist neu und wird sich wohl in der Managementsprache etablieren, eventuell jedoch nur als Alibi für gekürzte F&E Budgets. Gesamtwert: 2 |
|
2 |
Braun-Thürmann, H.: Innovation Transcript Verlag 2005 (deutsch) |
Inhalt: Innovationen werden überwiegend aus Unternehmensperspektive mit Produkten und Prozessen in Verbindung gebracht. Sie als Phänomene des Gesellschafts-wandels darzustellen, eröffnet ganz neue Dimensionen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf der 'Soziologie der Innovation' - ohne jedoch die anderen Blickwinkel zu vernachlässigen. Bewertung: Geniale Skizze von Innovation im Gesamt-zusammenhang Gesamtwert: 4 |
|
1 |
Christensen, C.M.: The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail McGraw-Hill 1997 (englisch) |
Inhalt: Einer der Klassiker der Innovationsliteratur. Es wird ein grundlegendes Dilemma großer Unternehmen beschrieben: Etablierte Firmen investieren einen Großteil in schon bekannte und bewährte Konzepte, welche sie erfolgreich gemacht haben und verschlafen das Neue. |






























































































